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Was bringt eine FED-Pause?
21.06.23 08:45
Eric Sturdza Investments
Genf (www.anleihencheck.de) - Die US-Notenbank befand es für notwendig, im Juni eine Zinserhöhungs-Pause einzulegen, bevor sie die Zinsen im Juli wahrscheinlich wieder anheben wird, so Eric Vanraes, Portfoliomanager des Strategic Bond Opportunities Fund bei Eric Sturdza Investments.
Im Hinblick auf ihre Kommunikation verfolge die FED den Grundsatz, dass sie nicht handeln sollte, wenn nicht mindestens 60 Prozent der Anleger ihre Entscheidungen antizipiert hätten.
Aus wirtschaftlicher Sicht mache die Zinspause vom 14. Juni keinen Sinn. Wie der FED-Vorsitzende Jerome Powell betone, gehe die Kerninflation zu langsam zurück. Zwar sei die Verbraucherpreisinflation (CPI) im Laufe des Jahres deutlich gesunken, doch wisse die FED, dass die schwierigste Arbeit noch vor ihr liege.
Die Befürworter der Zinspause würden darauf hinweisen, dass die Zahl der Anträge auf Arbeitslosenunterstützung zurückgehe, aber die Zahlen für neue Arbeitsplätze im vergangenen Monat seien noch weit davon entfernt, den Beginn einer Trendwende zu signalisieren.
Eric Sturdza Investments sei nach wie vor der Meinung, dass die FED zwei weitere Zinserhöhungen vornehmen sollte, bevor sie die Zügel, wenn möglich, für etwa ein Jahr ruhen lasse.
Es sei daran erinnert, dass die FED über zwei restriktive geldpolitische Instrumente verfüge und dass ein Höchststand bei den Zinsen nicht das Ende der geldpolitischen Straffung sein werde. Dazu müsse die FED auch klarstellen, wie weit sie ihre Bilanz reduzieren wolle und wann die quantitative Straffung enden könnte. Angesichts der geringen Liquidität an den Märkten erscheine eine aggressive quantitative Straffung potenziell viel gefährlicher als eine Zinserhöhung. Jede Störung dieses fragilen Gleichgewichts würde eine Kreditklemme auslösen und dazu führen, dass die übliche zwölfmonatige Pause zwischen der letzten Zinserhöhung des Zyklus und der ersten Zinssenkung entfalle.
Bislang - und das sei alles andere als eine ausgemachte Sache gewesen - habe die FED alles richtig gemacht. Sie sei kurz davor, in die falsche Richtung zu kippen. Hoffentlich seien die Schocks der regionalen Banken in den USA lehrreich gewesen. (21.06.2023/alc/a/a)
Im Hinblick auf ihre Kommunikation verfolge die FED den Grundsatz, dass sie nicht handeln sollte, wenn nicht mindestens 60 Prozent der Anleger ihre Entscheidungen antizipiert hätten.
Aus wirtschaftlicher Sicht mache die Zinspause vom 14. Juni keinen Sinn. Wie der FED-Vorsitzende Jerome Powell betone, gehe die Kerninflation zu langsam zurück. Zwar sei die Verbraucherpreisinflation (CPI) im Laufe des Jahres deutlich gesunken, doch wisse die FED, dass die schwierigste Arbeit noch vor ihr liege.
Eric Sturdza Investments sei nach wie vor der Meinung, dass die FED zwei weitere Zinserhöhungen vornehmen sollte, bevor sie die Zügel, wenn möglich, für etwa ein Jahr ruhen lasse.
Es sei daran erinnert, dass die FED über zwei restriktive geldpolitische Instrumente verfüge und dass ein Höchststand bei den Zinsen nicht das Ende der geldpolitischen Straffung sein werde. Dazu müsse die FED auch klarstellen, wie weit sie ihre Bilanz reduzieren wolle und wann die quantitative Straffung enden könnte. Angesichts der geringen Liquidität an den Märkten erscheine eine aggressive quantitative Straffung potenziell viel gefährlicher als eine Zinserhöhung. Jede Störung dieses fragilen Gleichgewichts würde eine Kreditklemme auslösen und dazu führen, dass die übliche zwölfmonatige Pause zwischen der letzten Zinserhöhung des Zyklus und der ersten Zinssenkung entfalle.
Bislang - und das sei alles andere als eine ausgemachte Sache gewesen - habe die FED alles richtig gemacht. Sie sei kurz davor, in die falsche Richtung zu kippen. Hoffentlich seien die Schocks der regionalen Banken in den USA lehrreich gewesen. (21.06.2023/alc/a/a)


