Erweiterte Funktionen
Warnzeichen: Globale Anleiherenditen auf neuem Tiefstand
07.04.16 12:20
FONDS professionell
Wien (www.anleihencheck.de) - Die weltweiten Bondrenditen sind auf ein Rekordtief von 1,3 Prozent gefallen, so die Experten von "FONDS professionell".
Beobachter würden das als Alarmsignal für die Weltwirtschaft interpretieren. Grund: Immer mehr Anleger würden die Rezessionsgefahr gedanklich schon mal durchspielen.
Wer biete weniger? Die Rendite des Bank of America Global Broad Market Index sei im März auf 1,3 Prozent gefallen - den niedrigsten Wert in den knapp 20 Jahren, seit die Daten erhoben würden, berichte Bloomberg News. Ein Drittel der Staatsanleihen von Industrieländern hätten vor der Renditeangabe nun ein Minuszeichen stehen, nachdem Europa und Japan die Zinsen unter Null gesenkt hätten, um eine Deflation zu verhindern. Folge: Investoren hätten sich auf höher rentierliche Anleihen gestürzt, was die globale Rally angeheizt habe.
"Das ist ein Zeichen für eine globale Disinflation", sage Hideaki Kuriki, Bond-Investor bei Sumitomo Mitsui Trust Asset Management, gegenüber Bloomberg. "Die USA können die Weltwirtschaft nicht nach oben ziehen. Investoren müssen US-Treasuries oder Gilts oder andere hoch verzinsliche, qualitativ hochwertige Wertpapiere kaufen."
Die Rendite zehnjähriger Treasuries sei am Mittwoch auf der Basis der Bloomberg Bond Trader-Daten um einen Basispunkt auf 1,73 Prozent gestiegen. Zum Vergleich: Ende letzten Jahres habe sie sich noch auf 2,27 Prozent belaufen. In Großbritannien lägen die zehnjährigen Renditen bei 1,38, in Deutschland unter 0,1 Prozent und in Japan bei negativen 0,07 Prozent. Die USA hätten mit einer Stagnation bei den Löhnen und im verarbeitenden Sektor zu kämpfen, obwohl die weltgrößte Volkswirtschaft Arbeitsplätze schaffe. Die japanische Wirtschaft sei im letzten Quartal 2015 geschrumpft, während der Euroraum kaum gewachsen sei. China habe in diesem Monat sein Wachstumsziel gesenkt.
Die Bondrenditen würden signalisieren, dass Investoren mit einer weltweiten Inflation von etwa 1,1 Prozent rechnen würden. Die Zahl sei im Februar auf 0,89 Prozent gesunken, den niedrigsten Wert seit mehr als fünf Jahren. Die Zahl werde durch den Vergleich der Renditen auf nominale Bonds und jenen auf inflationsgeschützte Bonds auf der Basis der Indices der Bank of America ermittelt. (Ausgabe vom 06.04.2016) (07.04.2016/alc/a/a)
Beobachter würden das als Alarmsignal für die Weltwirtschaft interpretieren. Grund: Immer mehr Anleger würden die Rezessionsgefahr gedanklich schon mal durchspielen.
"Das ist ein Zeichen für eine globale Disinflation", sage Hideaki Kuriki, Bond-Investor bei Sumitomo Mitsui Trust Asset Management, gegenüber Bloomberg. "Die USA können die Weltwirtschaft nicht nach oben ziehen. Investoren müssen US-Treasuries oder Gilts oder andere hoch verzinsliche, qualitativ hochwertige Wertpapiere kaufen."
Die Rendite zehnjähriger Treasuries sei am Mittwoch auf der Basis der Bloomberg Bond Trader-Daten um einen Basispunkt auf 1,73 Prozent gestiegen. Zum Vergleich: Ende letzten Jahres habe sie sich noch auf 2,27 Prozent belaufen. In Großbritannien lägen die zehnjährigen Renditen bei 1,38, in Deutschland unter 0,1 Prozent und in Japan bei negativen 0,07 Prozent. Die USA hätten mit einer Stagnation bei den Löhnen und im verarbeitenden Sektor zu kämpfen, obwohl die weltgrößte Volkswirtschaft Arbeitsplätze schaffe. Die japanische Wirtschaft sei im letzten Quartal 2015 geschrumpft, während der Euroraum kaum gewachsen sei. China habe in diesem Monat sein Wachstumsziel gesenkt.
Die Bondrenditen würden signalisieren, dass Investoren mit einer weltweiten Inflation von etwa 1,1 Prozent rechnen würden. Die Zahl sei im Februar auf 0,89 Prozent gesunken, den niedrigsten Wert seit mehr als fünf Jahren. Die Zahl werde durch den Vergleich der Renditen auf nominale Bonds und jenen auf inflationsgeschützte Bonds auf der Basis der Indices der Bank of America ermittelt. (Ausgabe vom 06.04.2016) (07.04.2016/alc/a/a)


