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Wann wird die FED die Zinsen weiter anheben?
18.10.16 11:29
Legg Mason
Baltimore (www.anleihencheck.de) - Gerade jetzt, wo sich die Haltung der EU gegenüber dem Austritt der Briten verhärtet, könnten die bevorstehenden Präsidentschaftswahlen in Frankreich den Ton der Verhandlungen noch einmal deutlich verschärfen, so die Experten von Legg Mason.
Nach aktuellem Stand gebe es zwölf gemeldete Kandidaten für die erste Wahlrunde am 23. April 2017, darunter auch der amtierende Präsident François Hollande und sein früherer Finanzminister Emmanuel Macron. Es sei jedoch die unweigerlich aufmerksamkeitsstarke erste Vorwahl der beiden führenden republikanischen und sozialistischen Parteien Ende November und Anfang Januar, die für ein Aufkeimen einer Anti-EU-Stimmung sorgen könnten. Denn die Kandidaten beider Parteien würden versuchen, Unterstützung von der hart rechten, gegen die EU ausgerichteten Nationalen Front zu ergattern - oder zumindest eine Vorherrschaft dieser Partei zu vermeiden.
Die Unzufriedenheit mit der EU sei in Frankreich höher, als in allen anderen Mitgliedsstaaten - außer vielleicht in Griechenland. Deshalb werde die Diskussion eines Verbleibs der Franzosen in der EU bis weit nach der Stichwahl am 7. Mai im Mittelpunkt stehen, von der viele glauben würden, dass, egal welcher Kandidat der großen Parteien die Nase vorn habe, er immer gegen Le Penn und ihre Nationale Front kämpfen werde. Die Debatten könnten sowohl die Diskussionen um eine komplette Auflösung der EU stärken, als auch der britischen Diskussion um die Rolle des Parlaments bei der Entscheidung zur Erklärung des Brexit einen neuen Anstrich geben.
Zum ersten Mal seit Januar 2012 seien in China die Preise für Waren frei Werk im September im Vergleich zum Vorjahreszeitraum wenig, aber deutlich um 0,1 Prozent gestiegen. Das seien für viele Bereiche gute Nachrichten. Zunächst sei es ein Indiz dafür, dass die Nachfrage außerhalb Chinas ihre Talsohle durchschritten habe - oder zumindest dafür, dass ein Ende der jahrelangen Rezession in Sicht sei. Darüber hinaus sei es ein Zeichen dafür, dass sich Chinas auf Binnenkonsum orientierte Wachstumspolitik nun sowohl im Industriesektor als auch am Immobilienmarkt zeige.
Und zu guter Letzt könnte es als Signal für ein Ende dessen gewertet werden, was viele als Exportdeflation bezeichnet hätten und weshalb es für die Zentralbanken anderer Länder so schwierig gewesen sei, ihre Wachstumsziele mittels Geldpolitik zu erreichen. Gleichzeitig dürfe jedoch nicht unerwähnt bleiben, dass die chinesischen Exporte im September völlig unerwartet um 5,6 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum gefallen seien und damit die positiven Effekte der steigenden Herstellerpreise dämpfen würden.
In den vergangenen Monaten seien die meisten wirtschaftlichen Nachrichten aus den USA immer nur vor einem Hintergrund betrachtet worden: Wann werde die FED die Zinsen weiter anheben? Und auch die Verbraucher- und Einkaufspreise vom Freitag seien da keine Ausnahme gewesen. Obwohl sie hinter dem FED-Ziel für die Gesamtinflation zurückgeblieben seien, seien die Zahlen mit einem Anstieg von 0,6 Prozent im September im Vergleich zum August dennoch solide gewesen und damit seit drei Monaten nach einem revidierten Rückgang von 0,2 Prozent im August im Vergleich zum Juli am stärksten gestiegen. Klammere man die Preisentwicklungen der Bereiche Lebensmittel und Energie aus, dann sei der Preisindex in der Kernrate des Verbraucherpreisindices im September im Vergleich zum Vorjahresmonat um 1,5 Prozent gestiegen, was den stärksten Anstieg seit November 2014 markiere.
Für FED-Beobachter sei das eine Bestätigung für den zunehmenden Konsens - richtig oder falsch - dass die FED auf ihrem nächsten Treffen am 1. und 2. November die Zinsen nicht anhebe und stattdessen erst am 13. und 14 Dezember einen entsprechenden Entschluss fasse. Aktuell stünden die Chancen nach den sich immer wieder verändernden künftigen US-Leitzinsprognosen bei unter 20 Prozent für eine Anhebung im November, dafür aber bei knapp 70 Prozent für einen Zinsschritt im Dezember. (18.10.2016/alc/a/a)
Nach aktuellem Stand gebe es zwölf gemeldete Kandidaten für die erste Wahlrunde am 23. April 2017, darunter auch der amtierende Präsident François Hollande und sein früherer Finanzminister Emmanuel Macron. Es sei jedoch die unweigerlich aufmerksamkeitsstarke erste Vorwahl der beiden führenden republikanischen und sozialistischen Parteien Ende November und Anfang Januar, die für ein Aufkeimen einer Anti-EU-Stimmung sorgen könnten. Denn die Kandidaten beider Parteien würden versuchen, Unterstützung von der hart rechten, gegen die EU ausgerichteten Nationalen Front zu ergattern - oder zumindest eine Vorherrschaft dieser Partei zu vermeiden.
Die Unzufriedenheit mit der EU sei in Frankreich höher, als in allen anderen Mitgliedsstaaten - außer vielleicht in Griechenland. Deshalb werde die Diskussion eines Verbleibs der Franzosen in der EU bis weit nach der Stichwahl am 7. Mai im Mittelpunkt stehen, von der viele glauben würden, dass, egal welcher Kandidat der großen Parteien die Nase vorn habe, er immer gegen Le Penn und ihre Nationale Front kämpfen werde. Die Debatten könnten sowohl die Diskussionen um eine komplette Auflösung der EU stärken, als auch der britischen Diskussion um die Rolle des Parlaments bei der Entscheidung zur Erklärung des Brexit einen neuen Anstrich geben.
Und zu guter Letzt könnte es als Signal für ein Ende dessen gewertet werden, was viele als Exportdeflation bezeichnet hätten und weshalb es für die Zentralbanken anderer Länder so schwierig gewesen sei, ihre Wachstumsziele mittels Geldpolitik zu erreichen. Gleichzeitig dürfe jedoch nicht unerwähnt bleiben, dass die chinesischen Exporte im September völlig unerwartet um 5,6 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum gefallen seien und damit die positiven Effekte der steigenden Herstellerpreise dämpfen würden.
In den vergangenen Monaten seien die meisten wirtschaftlichen Nachrichten aus den USA immer nur vor einem Hintergrund betrachtet worden: Wann werde die FED die Zinsen weiter anheben? Und auch die Verbraucher- und Einkaufspreise vom Freitag seien da keine Ausnahme gewesen. Obwohl sie hinter dem FED-Ziel für die Gesamtinflation zurückgeblieben seien, seien die Zahlen mit einem Anstieg von 0,6 Prozent im September im Vergleich zum August dennoch solide gewesen und damit seit drei Monaten nach einem revidierten Rückgang von 0,2 Prozent im August im Vergleich zum Juli am stärksten gestiegen. Klammere man die Preisentwicklungen der Bereiche Lebensmittel und Energie aus, dann sei der Preisindex in der Kernrate des Verbraucherpreisindices im September im Vergleich zum Vorjahresmonat um 1,5 Prozent gestiegen, was den stärksten Anstieg seit November 2014 markiere.
Für FED-Beobachter sei das eine Bestätigung für den zunehmenden Konsens - richtig oder falsch - dass die FED auf ihrem nächsten Treffen am 1. und 2. November die Zinsen nicht anhebe und stattdessen erst am 13. und 14 Dezember einen entsprechenden Entschluss fasse. Aktuell stünden die Chancen nach den sich immer wieder verändernden künftigen US-Leitzinsprognosen bei unter 20 Prozent für eine Anhebung im November, dafür aber bei knapp 70 Prozent für einen Zinsschritt im Dezember. (18.10.2016/alc/a/a)


