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Wallenborn Adria Wind-Anleihe: Gute Bonität mit geringem Ausfallrisiko
07.08.13 15:35
Scope Analysis
Berlin (www.anleihencheck.de) - Für Anleger, die auf Sachwerte setzen und zugleich regelmäßige Zinszahlungen erhalten möchten, sind Asset Based Bonds eine attraktive Alternative, so die Analysten von Scope Analysis in ihrem "Asset Based Investments".
Ein aktuelles Beispiel sei die Anleihe der Wallenborn Adria Wind GmbH, die derzeit zur Zeichnung angeboten werde. Der Emissionserlös der Anleihe diene der Refinanzierung und Erweiterung eines bestehenden Windparks in Kroatien. Das Risikoprofil der Anleihe werde durch umfangreiche Sicherheiten reduziert.
Die Wallenborn Adria Wind GmbH sei Eigentümer des größten Windparks in Kroatien. Die 14 Windenergieanlagen mit einer Leistung von 42 Megawatt würden bereits seit über zwei Jahren Strom in das kroatische Netz einspeisen. Der Windpark liege in einem Gebiet, das durch das Starkwindphänomen Bora geprägt sei. Der Bora-Wind erreiche Geschwindigkeiten von bis zu 210 km/h und zähle zu den stärksten Fallwinden der Welt. Der Windpark gehöre zu den attraktivsten Windstandorten Europas.
Die planmäßige Zahlung von Zins und Tilgung der Anleihe werde von der Einnahmensituation der Betreibergesellschaft und der Emittentin bestimmt. Der bis ins Jahr 2022 gesetzlich festgelegte Einspeisetarif für den erzeugten Strom betrage derzeit rund 0,103 EUR/kWh. Es erfolge jährlich eine Anpassung an den kroatischen Verbraucherpreisindex.
Scope habe die geplanten Cashflows des Windparks Senj I analysiert und im Rahmen von Stresssimulationen auf ihre Belastbarkeit zur Bedienung von Anleihekupon und Nennbetrag überprüft. Das Ergebnis: Lediglich bei der Refinanzierung der Anleihe könnte es auf Basis der von Scope durchgeführten Kapitalflusssimulation zu geringen Verlusten für die Anleihegläubiger kommen.
Risikomindernd wirke sich der Umstand aus, dass die Anleihe auf verschiedene Weise besichert sei. So seien zum Beispiel die wiederkehrenden Erträge aus der staatlich festgelegten Einspeisevergütung und die Sicherungsrechte an wesentlichen Vermögenswerten des Windparks verpfändet. Dies senke das Ausfallrisiko und erhöhe das Ratingergebnis.
Risikoerhöhend sei jedoch, dass sich der Emittent die Aufnahme weiterer Schulden im gleichen Rang oder vorrangig gegenüber den Schuldverschreibungsverbindlichkeiten vorbehalte. Dies könne zu einer Verwässerung der Besicherung führen.
Die mittelständisch geprägte Wallenborn Gruppe blicke insgesamt auf einen rund 13-jährigen Track Record bezüglich Bau und Betrieb von Windenergieanlagen zurück. Im Zuge der Auslandsaktivitäten habe das Unternehmen in Kroatien eine bedeutende Marktstellung einnehmen und eine entsprechende Projektpipeline aufbauen können.
Die wesentlichen Stärken des Unternehmens lägen in der Fachkompetenz und Kontinuität der Schlüsselpersonen sowie den Prozessen der Projektentwicklung und Betriebsführung. Dies spiegle sich insbesondere in der technischen Leistung bzw. Verfügbarkeit der Anlagen in Deutschland wider.
Insgesamt beurteilt Scope die Emission mit einem Rating von BBB+, was einer guten Bonität mit geringem Ausfallrisiko entspricht, so die Analysten von Scope Analysis. (Ausgabe 04/2013) (07.08.2013/alc/a/a)
Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:
Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.
Ein aktuelles Beispiel sei die Anleihe der Wallenborn Adria Wind GmbH, die derzeit zur Zeichnung angeboten werde. Der Emissionserlös der Anleihe diene der Refinanzierung und Erweiterung eines bestehenden Windparks in Kroatien. Das Risikoprofil der Anleihe werde durch umfangreiche Sicherheiten reduziert.
Die Wallenborn Adria Wind GmbH sei Eigentümer des größten Windparks in Kroatien. Die 14 Windenergieanlagen mit einer Leistung von 42 Megawatt würden bereits seit über zwei Jahren Strom in das kroatische Netz einspeisen. Der Windpark liege in einem Gebiet, das durch das Starkwindphänomen Bora geprägt sei. Der Bora-Wind erreiche Geschwindigkeiten von bis zu 210 km/h und zähle zu den stärksten Fallwinden der Welt. Der Windpark gehöre zu den attraktivsten Windstandorten Europas.
Die planmäßige Zahlung von Zins und Tilgung der Anleihe werde von der Einnahmensituation der Betreibergesellschaft und der Emittentin bestimmt. Der bis ins Jahr 2022 gesetzlich festgelegte Einspeisetarif für den erzeugten Strom betrage derzeit rund 0,103 EUR/kWh. Es erfolge jährlich eine Anpassung an den kroatischen Verbraucherpreisindex.
Scope habe die geplanten Cashflows des Windparks Senj I analysiert und im Rahmen von Stresssimulationen auf ihre Belastbarkeit zur Bedienung von Anleihekupon und Nennbetrag überprüft. Das Ergebnis: Lediglich bei der Refinanzierung der Anleihe könnte es auf Basis der von Scope durchgeführten Kapitalflusssimulation zu geringen Verlusten für die Anleihegläubiger kommen.
Risikoerhöhend sei jedoch, dass sich der Emittent die Aufnahme weiterer Schulden im gleichen Rang oder vorrangig gegenüber den Schuldverschreibungsverbindlichkeiten vorbehalte. Dies könne zu einer Verwässerung der Besicherung führen.
Die mittelständisch geprägte Wallenborn Gruppe blicke insgesamt auf einen rund 13-jährigen Track Record bezüglich Bau und Betrieb von Windenergieanlagen zurück. Im Zuge der Auslandsaktivitäten habe das Unternehmen in Kroatien eine bedeutende Marktstellung einnehmen und eine entsprechende Projektpipeline aufbauen können.
Die wesentlichen Stärken des Unternehmens lägen in der Fachkompetenz und Kontinuität der Schlüsselpersonen sowie den Prozessen der Projektentwicklung und Betriebsführung. Dies spiegle sich insbesondere in der technischen Leistung bzw. Verfügbarkeit der Anlagen in Deutschland wider.
Insgesamt beurteilt Scope die Emission mit einem Rating von BBB+, was einer guten Bonität mit geringem Ausfallrisiko entspricht, so die Analysten von Scope Analysis. (Ausgabe 04/2013) (07.08.2013/alc/a/a)
Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:
Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.


