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Wahlausgang in Schottland: Enorme Unsicherheitsquelle nun beseitigt


19.09.14 15:07
Saxo Bank

Kopenhagen (www.anleihencheck.de) - Hätten die Schotten gestern für die Unabhängigkeit gewählt, hätte das der kleine Flügelschlag eines Schmetterlings sein können, der zum erwarteten Chaos an den Aktienmärkten hätte führen können, sagt Nick Beecroft, Senior Market Analyst bei der Saxo Bank.

Nach der Entscheidung gegen die Unabhängigkeit, sei diese enorme Unsicherheitsquelle nun beseitigt und die Aktienmärkte könnten ihren Aufwärtstrend fortsetzen. Die überschüssige globale Liquidität sei dabei weiterhin ein wichtiger Faktor. Zwar hätte die US-Notenbank die Anleihekäufe erneut etwas zurückgefahren, aber die Bank of Japan flute die Märkte weiterhin mit Geld.

Auch die EZB steuere unaufhaltsam auf ein Quantitative Easing zu. Ein Zeichen dafür sei auch die enttäuschende Bankennachfrage bezüglich der neuen EZB-Langzeitkredite (TLTRO). Banken hätten viel weniger Kredite aufgenommen als erwartet. "Dieser Versuch die EZB-Bilanzen mit passiven Mitteln zu vergrößern wird mit Sicherheit scheitern. Vielleicht wird dieser Versuch von einer aktiven Politik, wie etwa einem Quantitative Easing im Stile der FED und Bank of England ersetzt", sage Beecroft.

"Deshalb erwarte ich, dass die Märkte jetzt wieder aufwachen. Insbesondere das britische Pfund und der US-Dollar sollten wieder aufblühen, wie sie es ohne die Bedrohung einer schottischen Unabhängigkeit bereits getan hätten", sage Beecroft abschließend. (19.09.2014/alc/a/a)