Vorläufige Verbraucherpreisinflation der Eurozone für Juni im Fokus


02.07.24 09:04
Postbank Research

Bonn (www.anleihencheck.de) - Die Zahlen zur vorläufigen Verbraucherpreisinflation (VPI) für Juni werden sicherlich der Höhepunkt der Datenveröffentlichungen in der Eurozone in dieser Woche sein, nachdem die Daten für Mai einen unerwartet starken Inflationsanstieg erkennen ließen, so die Analysten von Postbank Research.

Sowohl die Gesamtinflation (2,6% ggü. Vorjahr) als auch die Kerninflation (2,9% ggü. Vorjahr) seien um jeweils 0,2 Prozentpunkte im Vergleich zum Vormonat gestiegen und hätten sich damit vom 2%-Ziel der EZB entfernt. Die aufmerksam verfolgte Dienstleistungsinflation sei von 3,7% ggü. Vorjahr auf 4,1% gestiegen. Am Mittwoch werde man sehen, wie sich die Produzentenpreise (PPI) in der Eurozone im Mai entwickelt hätten, nachdem sie sechs Monate in Folge (ggü. Vormonat) gesunken seien. Außerdem würden am Dienstag die Arbeitslosenquote und am Freitag die Einzelhandelsumsätze für Mai veröffentlicht. Zu guter Letzt warte man auf die endgültigen EMIs der Eurozone für den Monat Juni, nachdem die vorläufigen Werte schwächer als erwartet ausgefallen seien. Der umfassende Index habe mit einem Rückgang auf 50,8 eine Serie von fünf monatlichen Anstiegen in Folge beendet.

Weitere Anzeichen für eine hartnäckige Inflation könnten die Argumente für eine Pause der EZB im Juli und ein langsameres Tempo hinsichtlich künftiger Zinssenkungen untermauern. (Ausgabe vom 01.07.2024) (02.07.2024/alc/a/a)