Vorerst keine Leitzinssenkung der Bank of England


19.02.20 12:00
Postbank Research

Bonn (www.anleihencheck.de) - Besser als erwartet ausgefallene Arbeitsmarktdaten für Großbritannien stützten gestern das Britische Pfund, so die Analysten von Postbank Research.

Unmittelbar nach Veröffentlichung der Zahlen sei der Euro um rund einen halben Pence unter die Marke von 0,83 GBP gefallen. Die Beschäftigung sei im vierten Quartal um 180 Tausend gestiegen und habe damit die Markterwartungen deutlich übertroffen. Die Arbeitslosenquote habe mit 3,8 Prozent auf dem niedrigsten Niveau seit Mitte der 1970er Jahre verharrt. Obwohl der Arbeitsmarkt keinesfalls ein vorlaufender Konjunkturindikator sei, dürften sich die britischen Währungshüter in ihrer Entscheidung gegen eine Leitzinssenkung im Januar bestätigt sehen.

Zudem zeichne sich immer deutlicher ab, dass mit der Stagnation der Wirtschaftsleistung im Schlussquartal 2019 der Tiefpunkt im britischen Konjunkturzyklus erreicht worden sei. Hierfür spreche, dass die meisten Sentimentindikatoren zu Jahresbeginn auf der Oberseite hätten überraschen können - ein Bild, das sich nach dem am 31. Januar Realität gewordenen Brexit bestätigen könnte. Die Deutsche Bank erwarte angesichts dessen auch auf Jahressicht keine Änderung des Leitzinses durch die britische Notenbank. Größtes Risiko würden aber die nur kurze Übergangsphase zur Verhandlung der zukünftigen Beziehungen Großbritanniens mit der EU und der vor diesem Hintergrund immer noch drohende harte Brexit bleiben. Das Pfund dürfte wieder stärker unter Druck geraten und der Euro in zwölf Monaten bei 0,89 GBP notieren. (19.02.2020/alc/a/a)




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