Erweiterte Funktionen
Von der disinflationären Krise zum inflationären Boom
26.06.20 10:30
Degroof Petercam
Brüssel (www.anleihencheck.de) - In ca. eineinhalb Wochen werden die Marktteilnehmer die Performance des 1. Halbjahres 2020 diskutieren, so die Experten von Degroof Petercam Asset Management (DPAM).
Es sollte wenig verwundern, wenn der Begriff "Überraschung" dabei eine wichtige Rolle spiele! Wirklich bemerkenswert sei, dass die Finanzmärkte angesichts eines weltweiten Wirtschaftsstillstands mit einem Einbruch der realen BIP-Zahlen um 5% bis 15% nur eine marginale Korrektur erfahren hätten. Wie auch immer der Erholungspfad aussehen möge - Peter De Coensel, CIO Fixed Income bei DPAM, rechne damit, dass es Jahre und nicht nur Quartale dauern werde, bis die Weltwirtschaft wieder das Niveau von Ende des Jahres 2019 erreicht habe. Erst dann werden wir wieder von einer "positiven" oder "boomenden" Wirtschaft sprechen können, so die Experten von DPAM.
Wir werden zunächst eine steigende Zahl von Zahlungsausfällen bei Regierungen, Unternehmen und Haushalten erleben, so die Experten von DPAM. Die gegenwärtigen geld- und fiskalpolitische Reaktionen würden diese Entwicklung zwar abfedern. Sie könnten sogar dazu führen, dass sich der Bereinigungsprozess verlängere, anstatt verkürze. Geschäftsmodelle, die nicht zurechtkämen mit dem sich ändernden Kaufverhalten der Verbraucher, den Arbeitsbedingungen, den Beschaffungsmöglichkeiten über alle Produktionsfaktoren hinweg und einem Mangel an Preissetzungsmacht, würden es schwer haben zu überleben. Die niedrigen Zinssätze würden sie nicht lange schützen.
Das Finanzmarktregime, an das wir uns zwischen 2009 und 2019 gewöhnt haben, wird sich durch die COVID-19-Pandemie gewaltig verändern, so die Experten von DPAM. Diese Periode war unser disinflationärer Boom, so die Experten von DPAM. Seit dem 1. Quartal 2020 habe die Corona-Pandemie eine Anlagephase in Gang gesetzt, die als disinflationärer Zusammenbruch bekannt sei. Anleger sollten in dieser Situation sichere Staatsanleihen kaufen und halten und risikoreiche Anlagen verkaufen. Performancedaten aus allen Finanzsektoren hätten dies bestätigt. US-Treasuries, EUR-Staatsanleihen, globale nominale und inflationsgebundene Staatsanleihenindices würden alle positive Ergebnisse im ersten Halbjahr 2020 verzeichnen.
Auf die disinflationäre Krise, wie wir sie gerade erleben, wird eine inflationäre Krise folgen - vermutlich in den Jahren 2022 und 2023 - doch sollte Investoren dies nicht abschrecken, so die Experten von DPAM. Bargeld in den sichersten Währungen werde der Königsweg werden und Finanzassets sollten gemieden werden. Inflationsgebundene Anleihen könnten die zweitbeste Wahl sein. Das Aktienrisiko sollte auf robuste Geschäftsmodelle beschränkt werden, die unter steigenden Inflationsbedingungen gedeihen könnten. Diese Phase sollte Anleger dazu herausfordern, Ersparnisse richtig zu allokieren und für Kapitalerhalt und Wachstum zu diversifizieren. Längerfristig sollten wir ein Wiedererstarken des Konjunkturzyklus erleben, der auf solideren Fundamenten steht, so die Experten von DPAM. Dieser Inflationsboom werde Risikoaktiva wieder aufblühen lassen. (26.06.2020/alc/a/a)
Es sollte wenig verwundern, wenn der Begriff "Überraschung" dabei eine wichtige Rolle spiele! Wirklich bemerkenswert sei, dass die Finanzmärkte angesichts eines weltweiten Wirtschaftsstillstands mit einem Einbruch der realen BIP-Zahlen um 5% bis 15% nur eine marginale Korrektur erfahren hätten. Wie auch immer der Erholungspfad aussehen möge - Peter De Coensel, CIO Fixed Income bei DPAM, rechne damit, dass es Jahre und nicht nur Quartale dauern werde, bis die Weltwirtschaft wieder das Niveau von Ende des Jahres 2019 erreicht habe. Erst dann werden wir wieder von einer "positiven" oder "boomenden" Wirtschaft sprechen können, so die Experten von DPAM.
Das Finanzmarktregime, an das wir uns zwischen 2009 und 2019 gewöhnt haben, wird sich durch die COVID-19-Pandemie gewaltig verändern, so die Experten von DPAM. Diese Periode war unser disinflationärer Boom, so die Experten von DPAM. Seit dem 1. Quartal 2020 habe die Corona-Pandemie eine Anlagephase in Gang gesetzt, die als disinflationärer Zusammenbruch bekannt sei. Anleger sollten in dieser Situation sichere Staatsanleihen kaufen und halten und risikoreiche Anlagen verkaufen. Performancedaten aus allen Finanzsektoren hätten dies bestätigt. US-Treasuries, EUR-Staatsanleihen, globale nominale und inflationsgebundene Staatsanleihenindices würden alle positive Ergebnisse im ersten Halbjahr 2020 verzeichnen.
Auf die disinflationäre Krise, wie wir sie gerade erleben, wird eine inflationäre Krise folgen - vermutlich in den Jahren 2022 und 2023 - doch sollte Investoren dies nicht abschrecken, so die Experten von DPAM. Bargeld in den sichersten Währungen werde der Königsweg werden und Finanzassets sollten gemieden werden. Inflationsgebundene Anleihen könnten die zweitbeste Wahl sein. Das Aktienrisiko sollte auf robuste Geschäftsmodelle beschränkt werden, die unter steigenden Inflationsbedingungen gedeihen könnten. Diese Phase sollte Anleger dazu herausfordern, Ersparnisse richtig zu allokieren und für Kapitalerhalt und Wachstum zu diversifizieren. Längerfristig sollten wir ein Wiedererstarken des Konjunkturzyklus erleben, der auf solideren Fundamenten steht, so die Experten von DPAM. Dieser Inflationsboom werde Risikoaktiva wieder aufblühen lassen. (26.06.2020/alc/a/a)
Aktuelle Kursinformationen mehr >
| Kurs | Vortag | Veränderung | Datum/Zeit | |
| 2,70 % | 1,90 % | 0,80 % | +42,11% | 27.03./22:00 |
| ISIN | WKN | Jahreshoch | Jahrestief | |
| 2,70 % | 1,80 % | |||


