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Volkswirt Hüfner: Droht kritisches Jahr für Anleihe-Investoren?
24.03.17 10:45
Hello bank! Österreich
Salzburg (www.anleihencheck.de) - Martin Hüfner, volkswirtschaftlicher Berater der Hello bank! Österreich, rechnet mit einem starken Anstieg der Kapitalmarktzinsen in Europa und in den USA.
Nach den gängigen Modellen der Volkswirtschaft müssten 10-jährige Euro-Bundesanleihen in diesem Jahr noch auf 2 Prozent und die US-Bonds auf 4 Prozent nach oben gehen, meine der Experte. Das wären im Eurobereich um 1,5 Prozent mehr als derzeit. Auch nach dem jüngsten Anstieg seien Anleihezinsen sowohl in Europa als auch den USA noch immer deutlich zu niedrig.
Zudem gehe die Kluft zwischen amerikanischen und europäischen Anleihen zu weit auseinander. Hier bestehe Anpassungsbedarf, so der Volkswirt. Für Anleger prognostiziere er eine schwierige Phase, da es schwer zu sagen sei, in welchem Tempo sich der Zinsanstieg vollziehen werde. Hüfner: "Geht es abrupt, könnte sich das für einige Investoren von langfristig gebundenen Staatsanleihen verheerend auswirken."
Der Volkswirt begründe den bevorstehenden Zinsanstieg insbesondere mit der wachsenden Konjunktur und steigender Inflation. Auch die Staatsausgaben würden wohl deutlich erhöht werden. Zudem hätten die USA die ultralockere Geldpolitik bereits beendet, auch die EZB werde hier wohl irgendwann nachziehen müssen, auch wenn die dies derzeit noch für längere Zeit in Abrede stelle. Hüfner: "Liest man in den Statements von Präsident Draghi zwischen den Zeilen, kann man nicht mehr sicher sein, dass alles so bleibt, wie es ist." (24.03.2017/alc/a/a)
Nach den gängigen Modellen der Volkswirtschaft müssten 10-jährige Euro-Bundesanleihen in diesem Jahr noch auf 2 Prozent und die US-Bonds auf 4 Prozent nach oben gehen, meine der Experte. Das wären im Eurobereich um 1,5 Prozent mehr als derzeit. Auch nach dem jüngsten Anstieg seien Anleihezinsen sowohl in Europa als auch den USA noch immer deutlich zu niedrig.
Zudem gehe die Kluft zwischen amerikanischen und europäischen Anleihen zu weit auseinander. Hier bestehe Anpassungsbedarf, so der Volkswirt. Für Anleger prognostiziere er eine schwierige Phase, da es schwer zu sagen sei, in welchem Tempo sich der Zinsanstieg vollziehen werde. Hüfner: "Geht es abrupt, könnte sich das für einige Investoren von langfristig gebundenen Staatsanleihen verheerend auswirken."
Der Volkswirt begründe den bevorstehenden Zinsanstieg insbesondere mit der wachsenden Konjunktur und steigender Inflation. Auch die Staatsausgaben würden wohl deutlich erhöht werden. Zudem hätten die USA die ultralockere Geldpolitik bereits beendet, auch die EZB werde hier wohl irgendwann nachziehen müssen, auch wenn die dies derzeit noch für längere Zeit in Abrede stelle. Hüfner: "Liest man in den Statements von Präsident Draghi zwischen den Zeilen, kann man nicht mehr sicher sein, dass alles so bleibt, wie es ist." (24.03.2017/alc/a/a)


