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Verlauf des Zinssenkungszyklus bei EZB und FED
08.07.24 11:23
ALTE LEIPZIGER Trust
Oberursel (www.anleihencheck.de) - Die globale Wirtschaft wird voraussichtlich mit einem ähnlichen Tempo wie im vergangenen Jahr wachsen, etwa zwischen 3% und 3,5%, so die Experten der ALTE LEIPZIGER Trust.
Eine sanfte Landung der Weltwirtschaft bleibe dabei das wahrscheinlichste Szenario. Dennoch würden die jüngsten Veröffentlichungen zeigen, wie unsicher und regional unterschiedlich die Aussichten seien. Die US-Wirtschaft kühle sich zwar ab, bleibe aber gesund. Die Eurozone habe die Talsohle hinter sich gelassen und zeige erste Anzeichen einer Erholung. In Asien würden Indien mit solidem Wachstum und China mit einer allmählichen Stabilisierung der Wirtschaft überzeugen. Insgesamt würden die Experten in der zweiten Jahreshälfte eine Belebung erwarten, unterstützt durch einen stabilen Arbeitsmarkt und anhaltende Fiskalpakete.
Der Disinflationsprozess setze sich fort, jedoch deutlich langsamer als im vergangenen Jahr. Es bestehe die Gefahr, dass die avisierte Belebung der Wirtschaftstätigkeit zu steigenden Rohstoffpreisen und höheren Lohnforderungen führe, wodurch die Inflation über den Zielwerten der Zentralbanken bleiben könnte. Trotzdem würden die Zentralbanken in den fortgeschrittenen Volkswirtschaften, angefangen bei der EZB, die Zinsen in diesem Jahr senken. Diese Lockerung werde schrittweise und behutsam erfolgen, wobei die Zinssätze höher bleiben würden als in früheren Lockerungszyklen. Die größten Herausforderungen für die Weltwirtschaft würden die Experten in der in vielen Ländern ausufernden Staatsverschuldung sowie in der geopolitischen Lage sehen.
Die EZB hat bislang nur den ersten Zinsschritt vollzogen, wir stehen somit erst am Beginn des Zinssenkungszyklus, so die Experten der ALTE LEIPZIGER Trust. Die Kommunikation im Herbst letzten Jahres seitens der FED sei rückblickend etwas zu positiv gewesen, was sehr starke Schwankungen hinsichtlich der Markterwartungen ausgelöst habe. Zum Jahresanfang seien die Märkte noch von sechs bis sieben Zinsschritten sowohl für die Eurozone als auch für die USA ausgegangen. Dies habe sich dann sehr schnell als eine zu konstruktive Erwartungshaltung herausgestellt.
Inzwischen erwarte der Markt für 2024 nur noch ein bis zwei Zinssenkungen. Bei der EZB würden die Leitzinsen derzeit weit oberhalb des langfristigen neutralen Zinsbandes bleiben, wodurch also Luft nach unten in dem gerade begonnenen Zinssenkungszyklus gegeben sei. Aktuell bleibe die EZB jedoch noch in einer stark abwartenden Haltung, denn die Preisentwicklung sei in einigen Segmenten, etwa im Dienstleistungsbereich, hartnäckiger als angenommen ausgefallen.
Mit Blick auf die zu erwartenden Inflationsraten sei wahrscheinlich, dass im 3. Quartal 2024 die Zielquote der EZB in der Nähe der 2%-Marke erreicht werden könne. Die Kerninflationsrate sollte sich zwar ebenfalls zurückentwickeln. Angesichts des bestehenden Lohndrucks könnte sich dieser Prozess jedoch langsamer als erwartet gestalten. Derzeit preise der Markt drei weitere Zinsschritte für die EZB für 2025 je 25 Basispunkte ein. Für die USA würden seitens der FED vier Zinsschritte erwartet. Anlagen in Staatsanleihen würden vor diesem Hintergrund weiterhin attraktiv bleiben, denn für Anleger würden sich gute Perspektiven ergeben, Kursgewinne bei Anleihen zu generieren. Rentenfonds, etwa der AL Trust Euro Renten, würden sich zur Umsetzung dieses Vorhabens anbieten. (Ausgabe Juli 2024) (08.07.2024/alc/a/a)
Eine sanfte Landung der Weltwirtschaft bleibe dabei das wahrscheinlichste Szenario. Dennoch würden die jüngsten Veröffentlichungen zeigen, wie unsicher und regional unterschiedlich die Aussichten seien. Die US-Wirtschaft kühle sich zwar ab, bleibe aber gesund. Die Eurozone habe die Talsohle hinter sich gelassen und zeige erste Anzeichen einer Erholung. In Asien würden Indien mit solidem Wachstum und China mit einer allmählichen Stabilisierung der Wirtschaft überzeugen. Insgesamt würden die Experten in der zweiten Jahreshälfte eine Belebung erwarten, unterstützt durch einen stabilen Arbeitsmarkt und anhaltende Fiskalpakete.
Die EZB hat bislang nur den ersten Zinsschritt vollzogen, wir stehen somit erst am Beginn des Zinssenkungszyklus, so die Experten der ALTE LEIPZIGER Trust. Die Kommunikation im Herbst letzten Jahres seitens der FED sei rückblickend etwas zu positiv gewesen, was sehr starke Schwankungen hinsichtlich der Markterwartungen ausgelöst habe. Zum Jahresanfang seien die Märkte noch von sechs bis sieben Zinsschritten sowohl für die Eurozone als auch für die USA ausgegangen. Dies habe sich dann sehr schnell als eine zu konstruktive Erwartungshaltung herausgestellt.
Inzwischen erwarte der Markt für 2024 nur noch ein bis zwei Zinssenkungen. Bei der EZB würden die Leitzinsen derzeit weit oberhalb des langfristigen neutralen Zinsbandes bleiben, wodurch also Luft nach unten in dem gerade begonnenen Zinssenkungszyklus gegeben sei. Aktuell bleibe die EZB jedoch noch in einer stark abwartenden Haltung, denn die Preisentwicklung sei in einigen Segmenten, etwa im Dienstleistungsbereich, hartnäckiger als angenommen ausgefallen.
Mit Blick auf die zu erwartenden Inflationsraten sei wahrscheinlich, dass im 3. Quartal 2024 die Zielquote der EZB in der Nähe der 2%-Marke erreicht werden könne. Die Kerninflationsrate sollte sich zwar ebenfalls zurückentwickeln. Angesichts des bestehenden Lohndrucks könnte sich dieser Prozess jedoch langsamer als erwartet gestalten. Derzeit preise der Markt drei weitere Zinsschritte für die EZB für 2025 je 25 Basispunkte ein. Für die USA würden seitens der FED vier Zinsschritte erwartet. Anlagen in Staatsanleihen würden vor diesem Hintergrund weiterhin attraktiv bleiben, denn für Anleger würden sich gute Perspektiven ergeben, Kursgewinne bei Anleihen zu generieren. Rentenfonds, etwa der AL Trust Euro Renten, würden sich zur Umsetzung dieses Vorhabens anbieten. (Ausgabe Juli 2024) (08.07.2024/alc/a/a)


