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Verfrühte Spekulationen auf eine Wende der Notenbanken


07.10.22 11:12
Merck Finck

München (www.anleihencheck.de) - Für Börsianer ist die Zukunft entscheidend - denn was morgen geschieht, gibt bereits heute die Richtung der Märkte vor, so Robert Greil, Chefstratege von Merck Finck a Quintet Private Bank.

So verwundere es nicht, dass schon jetzt über einen weniger "hawkishen" Kurs der Notenbanken spekuliert werde. "Es ist in dieser Phase zwar normal, dass am Markt Spekulationen über ein baldiges Ende der Leitzinserhöhungen von FED & Co spekuliert wird, allerdings ist es klar verfrüht", habe Robert Greil gesagt. Er verweise darauf, dass "die Inflationstrends noch keinen weniger bremsenden Kurs der Notenbanken zulassen - vorerst auch noch nicht in den USA".

Greil weiter: "Dennoch werden die Spekulationen mit moderateren Konjunktur- und vor allem Inflationsdaten in den USA zunehmen; die FED dürfte aber auch erst dann mit einiger Verzögerung ihr "wording" ändern - bis zu diesem Schlüsselmoment für die Börsen dürfte es noch mindestens einige Wochen dauern."

Nächste Woche stündn bei den Makrodaten denn auch die US-Inflationszahlen für September (am Donnerstag) besonders im Fokus. Die Analysten würden hier mit einer leichten Entspannung rechnen. Weitere wichtige amerikanische Veröffentlichungen seien die Produzentenpreise sowie das Protokoll zur jüngsten FED-Sitzung (Mittwoch) sowie am Freitag die Einzelhandelsumsätze und das Michigan-Verbrauchervertrauen. Auch in China würden Inflationsdaten und Produzentenpreise im Rampenlicht stehen (am Freitag).

Hierzulande würden sich die Blicke am Donnerstag auf die finalen September-Inflationszahlen sowie am Freitag auf die entsprechenden Großhandelspreise richten. Sowohl für die Eurozone als auch für Großbritannien kämen am Mittwoch Industrieproduktionsdaten. Und am Freitag stehe noch die Handelsbilanz des Euroraums an. (07.10.2022/alc/a/a)