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Verbraucherpreisindices in der Eurozone


16.01.24 08:50
Postbank Research

Bonn (www.anleihencheck.de) - Die Daten zur Verbraucherpreisinflation für Dezember am Mittwoch gehören zu den wichtigsten Informationen der Woche für die Eurozone, nachdem vorläufige Zahlen auf einen Anstieg der Gesamtinflation verwiesen hatten, so die Analysten von Postbank Research.

Vor allem auf Grund volatiler Energiepreiseffekte sei sie auf 2,9% gegenüber dem Vorjahr nach 2,4% im November gestiegen und habe somit das Argument der EZB für länger höhere Zinsen gestützt. Dafür sei die Kerninflation weiter zurückgegangen auf 3,4%, die damit den tiefsten Stand seit März 2022 erreicht habe. Am Freitag werde man erfahren, wie sich der Erzeugerpreisindex in Deutschland seit Dezember entwickelt habe, nachdem er im Jahresvergleich fünf Monate am Stück niedriger rangiert habe. Die morgen anstehende Monatsübersicht der EZB der Verbraucherprognosen sollte Aufschluss darüber geben, mit welcher Inflation die Verbraucher in der Eurozone für die nächsten zwölf Monate bzw. drei Jahre rechnen würden. Zudem erhalte man heute die Zahlen zur Industrieproduktion in der Eurozone für November, ebenso wie morgen die Ergebnisse der ZEW-Konjunkturerwartungen.

Die Dynamik der jüngsten Daten könnte der EZB Argumente dafür an die Hand geben, die Zinsen stabil zu halten, und zwar länger als derzeit von den Märkten eingepreist werde. (Ausgabe vom 15.01.2024) (16.01.2024/alc/a/a)