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Unternehmensanleihen stabil zum Jahresausklang
17.01.20 10:15
Union Investment
Frankfurt (www.anleihencheck.de) - Vom Umfeld steigender Staatsanleiherenditen tendierten Euro-Unternehmensanleihen mit Rating Investment Grade im Dezember auf Indexebene (ICE BofA Merrill Lynch Euro Corporates, ER00-Index) unverändert, so die Experten von Union Investment.
Die Risikoprämien (Spreads) hätten sich um 9 auf 63 Basispunkte eingeengt. Kurz vor Jahresende sei mit 61 Basispunkten sogar das Jahrestief erreicht worden. Für 2019 habe sich somit eine erfreuliche Wertentwicklung ergeben. Der Gesamtmarkt habe vor dem Hintergrund des Niedrigzinsumfeldes und eines hohen Anlagebedarfs 6,3 Prozent hinzugewonnen. Die Spreads hätten im Gesamtjahr um 41 Basispunkte nachgegeben.
Die zum Jahresausklang freundliche Entwicklung sei von mehreren Faktoren getrieben gewesen. Zum einen habe die Risikofreude der Anleger vor dem Hintergrund der Fortschritte im Handelskonflikt zugenommen. Die USA und China hätten sich vor Weihnachten hinsichtlich des Phase-I-Abkommens geeinigt. Die USA hätten dabei auf zusätzliche Strafzölle per 15. Dezember verzichtet. Zudem würden die Sätze für einige weitere Einfuhren halbiert. Zum anderen habe sich in Großbritannien mit den Wahlen zum britischen Unterhaus, die Boris Johnson klar gewonnen habe, die Lage rund um den Brexit deutlich entspannt. Auch das nun laufende Ankaufprogramm der Europäischen Zentralbank habe für Unterstützung im Unternehmensanleihesegment gesorgt. Hinzugekommen sei außerdem, dass ab der zweiten Monatshälfte am Primärmarkt keine weiteren neuen Unternehmensanleihen mehr emittiert worden seien.
Mit Blick auf die Untersektoren seien Nachranganleihen, sowohl aus dem Finanz- als auch dem Industriebereich, mit plus 0,5 beziehungsweise 0,9 Prozent positiv aus dem Handelsmonat gegangen. Dort hätten sich die Risikoprämien deutlich eingeengt und im Dezember Jahrestiefstände erreicht. Der Markt für hochverzinsliche Papiere (High Yield) habe um ein Prozent zugelegt und Ende Dezember auf dem Jahreshoch notiert.
US-Unternehmensanleihen (ICE BofA Merrill Lynch US-Large Corp. Index) hätten im Dezember 0,4 Prozent hinzugewonnen. Die Risikoprämien seien dort zuletzt ebenfalls auf ein Jahrestief bei 109 Basispunkten gefallen. Der Markt dürfte aufgrund der EZB-Ankäufe technisch gut unterstützt bleiben. (Ausgabe vom 16.01.2020) (17.01.2020/alc/a/a)
Die Risikoprämien (Spreads) hätten sich um 9 auf 63 Basispunkte eingeengt. Kurz vor Jahresende sei mit 61 Basispunkten sogar das Jahrestief erreicht worden. Für 2019 habe sich somit eine erfreuliche Wertentwicklung ergeben. Der Gesamtmarkt habe vor dem Hintergrund des Niedrigzinsumfeldes und eines hohen Anlagebedarfs 6,3 Prozent hinzugewonnen. Die Spreads hätten im Gesamtjahr um 41 Basispunkte nachgegeben.
Mit Blick auf die Untersektoren seien Nachranganleihen, sowohl aus dem Finanz- als auch dem Industriebereich, mit plus 0,5 beziehungsweise 0,9 Prozent positiv aus dem Handelsmonat gegangen. Dort hätten sich die Risikoprämien deutlich eingeengt und im Dezember Jahrestiefstände erreicht. Der Markt für hochverzinsliche Papiere (High Yield) habe um ein Prozent zugelegt und Ende Dezember auf dem Jahreshoch notiert.
US-Unternehmensanleihen (ICE BofA Merrill Lynch US-Large Corp. Index) hätten im Dezember 0,4 Prozent hinzugewonnen. Die Risikoprämien seien dort zuletzt ebenfalls auf ein Jahrestief bei 109 Basispunkten gefallen. Der Markt dürfte aufgrund der EZB-Ankäufe technisch gut unterstützt bleiben. (Ausgabe vom 16.01.2020) (17.01.2020/alc/a/a)


