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Unternehmensanleihen: gute Nachrichten seitens der Konjunkturdaten
15.08.13 15:27
AXA Investment Managers
Köln (www.anleihencheck.de) - Im Euroraum verbessern sich die Konjunkturaussichten, so die Experten von AXA Investment Managers (AXA IM).
Sowohl der private Verbrauch als auch die Industriezahlen würden für das 2. Quartal 2013 ein steigendes Bruttoinlandsprodukt signalisieren - vor allem dank der guten Entwicklung in Deutschland. Auch an der Peripherie zeichne sich eine Verbesserung ab. In Spanien sei die Wirtschaft längst nicht mehr so stark geschrumpft.
"Wir gehen davon aus, dass sich die Konjunktur im 3. Quartal weiter stabilisiert und gegen Jahresende zu einer erkennbaren Erholung ansetzt. Auf Länderebene erwarten wir nach wie vor, dass sich Deutschland in den nächsten Quartalen besser entwickelt als Frankreich. Spanien dürfte Italien überflügeln", so die Experten von AXA IM in ihrer aktuellen Investmentstrategie.
Die EZB habe die Fortschritte registriert. AXA IM gehe allerdings davon aus, dass die Zentralbank die Geldpolitik jetzt noch nicht lockern werde. Auf ihrer August-Sitzung habe die Europäische Zentralbank ihren wenig konkreten Ausblick bestätigt und darauf hingewiesen, dass die Daten deutlich besser werden müssten, damit sie ihre Politik ändere.
AXA IM gehe weiter davon aus, dass die Marktentwicklung aufgrund der an der Konjunktur orientierten FED-Politik jetzt mehr denn je von den Liquiditäts- und Wachstumserwartungen abhänge. "In punkto Liquidität blicken alle Augen auf die FED, weil das angekündigte Ende des QE das marktbestimmende Thema bleibt. Weil dies zu Marktschwankungen führt, ist die Rentenmarktvolatilität nicht mehr extrem niedrig. Die Märkte hatten Schwierigkeiten die Äußerungen der FED zu verarbeiten. Mittlerweile scheinen sich die Marktteilnehmer aber an die für dieses Jahr geplante Rückführung der Anleihekäufe gewöhnt zu haben", so die AXA-IM-Experten.
Die Mitglieder des Offenmarktausschusses hätten alle Möglichkeiten der Kommunikation genutzt, um den Anstieg der Langfristzinsen zu bremsen. Mit dem Versprechen einer weiterhin expansiven Geldpolitik sei es ihnen gelungen, einen über die 100 Basispunkte im Mai/Juni hinausgehenden Renditeanstieg zu verhindern.
"Wir sind nach wie vor überzeugt, dass die FED die Anleihemärkte weiter beruhigen wird, damit die Renditen sehr kontrolliert steigen. Deshalb prognostizieren wir für Ende 2013 noch immer eine US-Zehnjahresrendite von 2,5%, (bzw. ein Spanne von 2,4 bis 2,8%). Für Ende 2014 erwarten wir Renditen von 3% und mehr. Deshalb bleiben wir in Staatsanleihen neutral positioniert und empfehlen eine Untergewichtung längerlaufender Papiere."
AXA IM sei der Auffassung, dass die Konjunkturdaten aus den USA, Europa und Japan eine weltweite Erholung bestätigen würden, vor allem in den Industrieländern. Hier wäre eine überdurchschnittliche Entwicklung binnenorientierter zyklischer Werte keine Überraschung, heiße es. Dafür sprächen auch die bislang veröffentlichten Quartals- und Halbjahreszahlen.
Bis 2. August hätten 70% der 340 S&P-Unternehmen, deren Ergebnisse schon bekannt seien, überraschend gute Zahlen veröffentlicht, angeführt von Banken. "All dies sind gute Nachrichten für Aktien und Unternehmensanleihen, sodass die durch die Liquidität getriebenen Kurse mehr und mehr auch fundamental gerechtfertigt scheinen. Deshalb spricht unser Risk Appetite Barometer (RAB) eindeutig für Aktien", heiße es abschließend. (15.08.2013/alc/a/a)
Sowohl der private Verbrauch als auch die Industriezahlen würden für das 2. Quartal 2013 ein steigendes Bruttoinlandsprodukt signalisieren - vor allem dank der guten Entwicklung in Deutschland. Auch an der Peripherie zeichne sich eine Verbesserung ab. In Spanien sei die Wirtschaft längst nicht mehr so stark geschrumpft.
"Wir gehen davon aus, dass sich die Konjunktur im 3. Quartal weiter stabilisiert und gegen Jahresende zu einer erkennbaren Erholung ansetzt. Auf Länderebene erwarten wir nach wie vor, dass sich Deutschland in den nächsten Quartalen besser entwickelt als Frankreich. Spanien dürfte Italien überflügeln", so die Experten von AXA IM in ihrer aktuellen Investmentstrategie.
Die EZB habe die Fortschritte registriert. AXA IM gehe allerdings davon aus, dass die Zentralbank die Geldpolitik jetzt noch nicht lockern werde. Auf ihrer August-Sitzung habe die Europäische Zentralbank ihren wenig konkreten Ausblick bestätigt und darauf hingewiesen, dass die Daten deutlich besser werden müssten, damit sie ihre Politik ändere.
Die Mitglieder des Offenmarktausschusses hätten alle Möglichkeiten der Kommunikation genutzt, um den Anstieg der Langfristzinsen zu bremsen. Mit dem Versprechen einer weiterhin expansiven Geldpolitik sei es ihnen gelungen, einen über die 100 Basispunkte im Mai/Juni hinausgehenden Renditeanstieg zu verhindern.
"Wir sind nach wie vor überzeugt, dass die FED die Anleihemärkte weiter beruhigen wird, damit die Renditen sehr kontrolliert steigen. Deshalb prognostizieren wir für Ende 2013 noch immer eine US-Zehnjahresrendite von 2,5%, (bzw. ein Spanne von 2,4 bis 2,8%). Für Ende 2014 erwarten wir Renditen von 3% und mehr. Deshalb bleiben wir in Staatsanleihen neutral positioniert und empfehlen eine Untergewichtung längerlaufender Papiere."
AXA IM sei der Auffassung, dass die Konjunkturdaten aus den USA, Europa und Japan eine weltweite Erholung bestätigen würden, vor allem in den Industrieländern. Hier wäre eine überdurchschnittliche Entwicklung binnenorientierter zyklischer Werte keine Überraschung, heiße es. Dafür sprächen auch die bislang veröffentlichten Quartals- und Halbjahreszahlen.
Bis 2. August hätten 70% der 340 S&P-Unternehmen, deren Ergebnisse schon bekannt seien, überraschend gute Zahlen veröffentlicht, angeführt von Banken. "All dies sind gute Nachrichten für Aktien und Unternehmensanleihen, sodass die durch die Liquidität getriebenen Kurse mehr und mehr auch fundamental gerechtfertigt scheinen. Deshalb spricht unser Risk Appetite Barometer (RAB) eindeutig für Aktien", heiße es abschließend. (15.08.2013/alc/a/a)


