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Unternehmensanleihen: Starker Anstieg der Risikoprämien
08.04.20 13:00
Union Investment
Frankfurt (www.anleihencheck.de) - Die starke Ausbreitung des Corona-Virus außerhalb Chinas sorgte weltweit für starke Kurseinbrüche an den Finanzmärkten, so die Experten von Union Investment.
Zweitweise seien sämtliche Korrelationen zwischen den Anlageklassen außer Kraft gesetzt gewesen. Dabei hätten sowohl risikoreiche Anlagen als auch die als sicher geltenden Staatspapiere (Bundesanleihen und US-Treasuries) im Gleichlauf Kursverluste aufgewiesen. Mit der massiven Bereitstellung von Liquidität und Wertpapierankäufen durch die Zentralbanken sowie den flankierenden Maßnahmen durch zahlreiche Regierungen habe sich die Lage zum Monatsende hin aber wieder etwas beruhigen können.
An den Unternehmensanleihenmärkten seien - vor allem in den USA - stark ansteigende Risikoprämien (Spreads) zu beobachten gewesen. Das mit dem Lockdown verbundene Zurückfahren der wirtschaftlichen Aktivitäten habe Befürchtungen stark ansteigender Unternehmensausfälle hervorgerufen. Der europäische Unternehmensanleihemarkt etwa habe dabei historisch extrem pessimistische Ausfallraten aufgewiesen. Im Bereich Investment Grade habe diese (CDS/fünf Jahre) bei 14 Prozent gelegen. Den hochverzinslichen Bereich (High Yield) betreffend habe die erwartete Ausfallrate sogar zeitweise bei 47 Prozent gelegen. Gegen Monatsende habe sich die Lage mit dem Eingriff der Notenbanken, die EZB habe dabei ihr Ankaufprogramm um 750 Milliarden Euro erweitert, zumindest stabilisiert.
In diesem Umfeld hätten Euro-Unternehmensanleihen (ICE BofA Euro-Corp.-Index (ER00)) einen Verlust in Höhe von 6,8 Prozent verzeichnet. Der Risikoaufschlag sei in der Spitze um 119 auf 199 Basispunkte angestiegen, habe letztlich Ende März mit 193 um 74 Basispunkte höher gechlossen. Die Stabilisierung zum Monatsende hätten zahlreiche Unternehmen zur Platzierung neuer Anleihen am Primärmarkt genutzt. Die Nachfrage der Anleger sei angesichts attraktiver Neuemissionsprämien gut gewesen.
Der US-Markt (ICE BofA US-Large Cap-Index (C0AL) habe ebenfalls stark unter Druck gestanden (minus 7,3 Prozent). Die Risikoaufschläge hätten sich dort von zwischenzeitlich 147 auf 395 Basispunkte erhöht, mit 295 Basispunkten aber wieder deutlich tiefer geschlossen. Der amerikanische High Yield-Sektor habe bezüglich der Spreads sogar zeitweise eine Verdoppelung auf rund 890 Basispunkte verzeichnet. (Ausgabe vom 07.04.2020) (08.04.2020/alc/a/a)
Zweitweise seien sämtliche Korrelationen zwischen den Anlageklassen außer Kraft gesetzt gewesen. Dabei hätten sowohl risikoreiche Anlagen als auch die als sicher geltenden Staatspapiere (Bundesanleihen und US-Treasuries) im Gleichlauf Kursverluste aufgewiesen. Mit der massiven Bereitstellung von Liquidität und Wertpapierankäufen durch die Zentralbanken sowie den flankierenden Maßnahmen durch zahlreiche Regierungen habe sich die Lage zum Monatsende hin aber wieder etwas beruhigen können.
In diesem Umfeld hätten Euro-Unternehmensanleihen (ICE BofA Euro-Corp.-Index (ER00)) einen Verlust in Höhe von 6,8 Prozent verzeichnet. Der Risikoaufschlag sei in der Spitze um 119 auf 199 Basispunkte angestiegen, habe letztlich Ende März mit 193 um 74 Basispunkte höher gechlossen. Die Stabilisierung zum Monatsende hätten zahlreiche Unternehmen zur Platzierung neuer Anleihen am Primärmarkt genutzt. Die Nachfrage der Anleger sei angesichts attraktiver Neuemissionsprämien gut gewesen.
Der US-Markt (ICE BofA US-Large Cap-Index (C0AL) habe ebenfalls stark unter Druck gestanden (minus 7,3 Prozent). Die Risikoaufschläge hätten sich dort von zwischenzeitlich 147 auf 395 Basispunkte erhöht, mit 295 Basispunkten aber wieder deutlich tiefer geschlossen. Der amerikanische High Yield-Sektor habe bezüglich der Spreads sogar zeitweise eine Verdoppelung auf rund 890 Basispunkte verzeichnet. (Ausgabe vom 07.04.2020) (08.04.2020/alc/a/a)


