Erweiterte Funktionen
Unternehmensanleihen: Rekordvolumen am Neuemissionsmarkt
12.12.19 15:00
Union Investment
Frankfurt (www.anleihencheck.de) - Im November setzte sich der allgemeine Renditeanstieg an den Märkten fort, so die Experten von Union Investment.
Die als sicher geltenden Staatsanleihen aus Deutschland und den USA hätten, wie schon im Vormonat Oktober, Verluste hinzunehmen gehabt. Der europäische Unternehmensanleihemarkt habe sich hiervon nicht abkoppeln können. Einhergehend mit dem allgemeinen Marktgeschehen seien Firmenbonds mit, wenngleich auch nur geringen, Kursverlusten aus dem Handelsmonat gegangen.
Auf Indexebene (ICE BofA Merrill Lynch Euro Corporates, ER00-Index) habe der Gesamtmarkt für Papiere mit Rating Investment Grade 0,2 Prozent abgegeben. Die Risikoprämien (Spreads) hätten sich zudem um 2 auf 72 Basispunkte ausgeweitet. Mit Blick auf die Entwicklung in den einzelnen Untersektoren hätten die risikoreicheren Anleihen etwas besser tendiert. Hybrid- beziehungsweise Nachrangpapiere seien unverändert aus dem Markt gegangen. Hochverzinsliche Bonds (ICE BofA Merrill Lynch HEAG-Index) hätten auf Gesamtmarktebene sogar 0,9 Prozent zugelegt. Die Risikoprämien für High Yield-Papiere hätten sich deutlich um 22 auf 274 Basispunkte eingeengt. Am US-amerikanischen Unternehmensanleihemarkt (ICE BofA Merrill Lynch US-Large Corp. Index) sei auf US-Dollarbasis ein Plus von 0,2 Prozent zu verzeichnen gewesen. Auch dort seien rückläufige Spreads (minus 7 auf 127 Basispunkte) zu beobachten gewesen.
Im Blickpunkt habe der Primärmarkt für Papiere aus dem Euroraum gestanden. Die Europäische Zentralbank (EZB) sei dort seit Anfang November wieder mit Ankäufen aktiv. Dort sei zur Monatsmitte beim Neuemissionsvolumen eine Rekordmarke aufgestellt worden. Mit neuen Anleihen im Gegenwert von etwas mehr als 410 Milliarden Euro im bisherigen Jahresverlauf sei das nunmehr alte Rekordjahr 2017 (406 Milliarden Euro) übertroffen worden. Und das laufende Handelsjahr sei noch nicht zu Ende, wenngleich mit Blick auf das bevorstehende Jahresende die Dynamik der Neuemissionstätigkeit gegen Ende November etwas nachgelassen habe. Das Niedrigzinsumfeld mit negativen Renditen sowie die EZB als Käufer an den Bondmärkten würden den Unternehmensanleihemarkt stützen. (Ausgabe vom 11.12.2019) (12.12.2019/alc/a/a)
Die als sicher geltenden Staatsanleihen aus Deutschland und den USA hätten, wie schon im Vormonat Oktober, Verluste hinzunehmen gehabt. Der europäische Unternehmensanleihemarkt habe sich hiervon nicht abkoppeln können. Einhergehend mit dem allgemeinen Marktgeschehen seien Firmenbonds mit, wenngleich auch nur geringen, Kursverlusten aus dem Handelsmonat gegangen.
Auf Indexebene (ICE BofA Merrill Lynch Euro Corporates, ER00-Index) habe der Gesamtmarkt für Papiere mit Rating Investment Grade 0,2 Prozent abgegeben. Die Risikoprämien (Spreads) hätten sich zudem um 2 auf 72 Basispunkte ausgeweitet. Mit Blick auf die Entwicklung in den einzelnen Untersektoren hätten die risikoreicheren Anleihen etwas besser tendiert. Hybrid- beziehungsweise Nachrangpapiere seien unverändert aus dem Markt gegangen. Hochverzinsliche Bonds (ICE BofA Merrill Lynch HEAG-Index) hätten auf Gesamtmarktebene sogar 0,9 Prozent zugelegt. Die Risikoprämien für High Yield-Papiere hätten sich deutlich um 22 auf 274 Basispunkte eingeengt. Am US-amerikanischen Unternehmensanleihemarkt (ICE BofA Merrill Lynch US-Large Corp. Index) sei auf US-Dollarbasis ein Plus von 0,2 Prozent zu verzeichnen gewesen. Auch dort seien rückläufige Spreads (minus 7 auf 127 Basispunkte) zu beobachten gewesen.
Im Blickpunkt habe der Primärmarkt für Papiere aus dem Euroraum gestanden. Die Europäische Zentralbank (EZB) sei dort seit Anfang November wieder mit Ankäufen aktiv. Dort sei zur Monatsmitte beim Neuemissionsvolumen eine Rekordmarke aufgestellt worden. Mit neuen Anleihen im Gegenwert von etwas mehr als 410 Milliarden Euro im bisherigen Jahresverlauf sei das nunmehr alte Rekordjahr 2017 (406 Milliarden Euro) übertroffen worden. Und das laufende Handelsjahr sei noch nicht zu Ende, wenngleich mit Blick auf das bevorstehende Jahresende die Dynamik der Neuemissionstätigkeit gegen Ende November etwas nachgelassen habe. Das Niedrigzinsumfeld mit negativen Renditen sowie die EZB als Käufer an den Bondmärkten würden den Unternehmensanleihemarkt stützen. (Ausgabe vom 11.12.2019) (12.12.2019/alc/a/a)


