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Unsicherheit an den Finanzmärkten erhöht
17.12.24 08:54
Nord LB
Hannover (www.anleihencheck.de) - Schon in der Nacht von Freitag auf Samstag hat die Ratingagentur Moody`s das Kreditrating unserer franz. Nachbarn gesenkt (von Aa3 auf Aa2; Ausblick: stabil), so die Analysten der Nord LB.
Das Downgrade sei überraschend gekommen, da außerplanmäßig. Gestern sei also der erste Handelstag gewesen, an dem man am Rentenmarkt mögliche Auswirkungen auf die Finanzierungskosten bei franz. Staatsanleihen (OATs) habe ablesen können. Habe es denn überhaupt welche gegeben? Nein, nicht sonderlich erwähnenswerte. Warum? Die beiden anderen großen Agenturen (S&P und Fitch) hätten Frankreich schon einige Monate zu-vor auf AA- gesetzt.
Dementsprechend habe Moody`s "ja" nur nachgezogen. Viel wichtiger sei für den Bondmarkt der Long-Term-Trend. Zitat Moody`s: "Die Herabstufung spiegelt unsere Ansicht wider, dass die öffentlichen Finanzen des Landes in den kommenden Jahren erheblich geschwächt sein werden … die Wahrscheinlichkeit, dass die nächste Regierung die Haushaltsdefizite über das nächste Jahr hinaus nachhaltig reduzieren wird, ist nun sehr gering."
Große Auswirkungen auf den Risikoaufschlag von OATs ggü. Bunds seien am Montag daher kaum spürbar gewesen. Der Spread habe sich lediglich um 1 Basispunkt auf 80bp ausgeweitet. Dennoch zeige ein Wert über 80bp, dass der Bondmarkt wachsam bleibe (zuletzt hätten Werte von 80 bis 90bp nur während der Staatsschuldenkrise im Jahr 2012 sowie nach dem Zusammenbruch der franz. Regierung (verlorenes Misstrauensvotum von Anfang Dezember) beobachtet werden können).
Am heutigen Dienstag stehe die Dezember-Runde der Stimmungsindikatoren vom ZEW und ifo-Institut klar im Fokus. Sowohl die vom ifo befragten Unternehmenslenker als auch die von den Wirtschaftsforschern aus Mannheim befragten Analysten und Volkswirte dürften im Dezember wohl kaum besser votiert haben als im Vormonat. Zu den Faktoren, wie der Rückkehr Donald Trumps ins Weiße Haus und die Auflösung der Ampelkoalition in Deutschland, sei seit der November-Befragung nun auch noch das Scheitern der französischen Regierung Barnier hinzugekommen, was die Unsicherheit, vor allem spürbar an den Finanzmärkten im Euroraum, nochmals erhöht habe. (17.12.2024/alc/a/a)
Das Downgrade sei überraschend gekommen, da außerplanmäßig. Gestern sei also der erste Handelstag gewesen, an dem man am Rentenmarkt mögliche Auswirkungen auf die Finanzierungskosten bei franz. Staatsanleihen (OATs) habe ablesen können. Habe es denn überhaupt welche gegeben? Nein, nicht sonderlich erwähnenswerte. Warum? Die beiden anderen großen Agenturen (S&P und Fitch) hätten Frankreich schon einige Monate zu-vor auf AA- gesetzt.
Große Auswirkungen auf den Risikoaufschlag von OATs ggü. Bunds seien am Montag daher kaum spürbar gewesen. Der Spread habe sich lediglich um 1 Basispunkt auf 80bp ausgeweitet. Dennoch zeige ein Wert über 80bp, dass der Bondmarkt wachsam bleibe (zuletzt hätten Werte von 80 bis 90bp nur während der Staatsschuldenkrise im Jahr 2012 sowie nach dem Zusammenbruch der franz. Regierung (verlorenes Misstrauensvotum von Anfang Dezember) beobachtet werden können).
Am heutigen Dienstag stehe die Dezember-Runde der Stimmungsindikatoren vom ZEW und ifo-Institut klar im Fokus. Sowohl die vom ifo befragten Unternehmenslenker als auch die von den Wirtschaftsforschern aus Mannheim befragten Analysten und Volkswirte dürften im Dezember wohl kaum besser votiert haben als im Vormonat. Zu den Faktoren, wie der Rückkehr Donald Trumps ins Weiße Haus und die Auflösung der Ampelkoalition in Deutschland, sei seit der November-Befragung nun auch noch das Scheitern der französischen Regierung Barnier hinzugekommen, was die Unsicherheit, vor allem spürbar an den Finanzmärkten im Euroraum, nochmals erhöht habe. (17.12.2024/alc/a/a)


