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Ungarn: Zinsfantasien beflügeln den Forint


13.02.19 13:00
Deutsche Bank

Frankfurt (www.anleihencheck.de) - Während sich die schwächere Konjunktur der Eurozone bereits auf Schweden sowie die östlichen Nachbarn Polen und die Tschechische Republik ausgewirkt hat, zeigt sich die ungarische Konjunktur weiter robust, so die Deutsche Bank AG in einer aktuellen Ausgabe "MÄRKTE am Morgen".

Dies habe sich gestern auch in den Inflationszahlen widergespiegelt, die mit 2,7 Prozent gegenüber dem Vorjahr in der Gesamtrate nur leicht die Erwartungen der Analysten verfehlt hätten. Dies sei überwiegend auf Steuersenkungen für Milch und auf den gefallenen Ölpreis zurückzuführen gewesen. Die Kernrate ohne Energie sei hingegen bereits über das Ziel der Zentralbank von drei Prozent hinaus gestiegen und befinde sich damit seit fast drei Jahren in einem kontinuierlichen Aufwärtstrend.

Nachdem sich die Notenbank lange zurückhaltend gezeigt und den Zinssatz des 3-Monats-Bubor nahe null belassen habe, könnte sie im März nun einen Kurswechsel vollziehen. Der Ungarische Forint (HUF) habe schon einmal Vorfreude gezeigt und gegenüber dem Euro gestern 0,7 Prozent zulegen können. Hebe die Zentralbank die Zinsen tatsächlich an, dürfte die Währung kurzfristig weiter Rückenwind bekommen. Das reale Zinsniveau sei allerdings noch immer eines der niedrigsten weltweit, mittelfristig dürfte also nur die Aussicht auf einen langfristigen Zinsanhebungszyklus dem HUF nachhaltig helfen. (13.02.2019/alc/a/a)