Ungarn: Leitzinssatz müsste auf der Zinssitzung hochgezogen werden


10.03.22 09:45
Oberbank

Linz (www.anleihencheck.de) - Am Montag kostete ein Euro erstmals fast 400 Ungarische Forint (HUF), so Oberbank in ihrem aktuellen Tageskommentar zu den internationalen Finanzmärkten.

Das sei der schwächste Wert des HUF seit Einführung des Euro gewesen. Inzwischen habe sich EUR/HUF wieder etwas erholt und liege knapp unter 380,00. Durch den Ukrainekrieg seien die direkten Nachbarländer im Devisenhandel ins Kreuzfeuer geraten. Zusätzlich wurden und werden enorme spekulative Positionen gegen den HUF, generell eine der schwächsten Währungen in Mitteleuropa, gefahren, so Oberbank. Um dem entgegenzuwirken habe die Ungarische Nationalbank (MNB) den 1W-Kreditzinssatz um 1,00% auf 6,40% angehoben. Damit werde Platz geschaffen für weitere Straffungsschritte. Der 1W-Einlagenzinssatz könnte heute von 5,35% nach oben geschoben werden.

Der Leitzinssatz liege nur bei 3,50% und müsste auf der Zinssitzung am 22. März hochgezogen werden. Zur Erholung des HUF habe neben einer verbalen Intervention der MNB der weitere Anstieg der Inflation auf 8,3% im Februar beigetragen. Sie schüre die Hoffnung, dass weitere Zinserhöhungen kommen würden. EUR/HUF werde für heute zwischen 373,00 und 385,00 gesehen. (10.03.2022/alc/a/a)




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