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Ungarn: Leitzins entscheidet über die Währung
22.12.21 10:02
Oberbank
Linz (www.anleihencheck.de) - Es gibt am Devisenmarkt ein paar Eckpfeiler, an denen man sich orientieren kann, ob eine Währung das Potenzial hat, auf- oder abzuwerten, so Oberbank in ihrem aktuellen Tageskommentar zu den internationalen Finanzmärkten.
Diese seien Wirtschaftswachstum, Arbeitsmarkt, Handelsbilanz, Inflation und Leitzins. Letzt genannter Eckpfeiler dominiere derzeit das Geschehen am Währungsmarkt. Gefragt, oder besser gesucht, seien Länder mit vorhersehbarer Leitzinspolitik (daher falle die Türkei in dieser Betrachtung aus dem Rennen). Ungarn habe im Dezember eine Inflation mit +7,4% (inkl. Energie) veröffentlicht. Dem gegenüber stehe ein Zinsniveau von +2,4%. Der Realzins sei damit tief negativ. Steigender Inflation mit steigenden Leitzinsen zu begegnen, sei ein alter Hut. Nahezu jede Notenbank stehe vor Zinsschritten. Die einen hätten bereits erste Schritte gesetzt (z.B. England, Tschechien, Polen), andere seien kurz davor (USA). Die EZB gebe sich hier sehr konservativ.
Fakt sei, dass Länder wie Ungarn mit einer deutlich negativen Realverzinsung das Nachsehen hätten. Speziell im Vergleich zur Tschechischen Krone und dem Polnischen Zloty. Wir gehen davon aus, dass das Währungspaar EUR/HUF (Ungarischer Forint) in diesem Umfeld in Richtung 375 steigen wird, so Oberbank. Politische Risiken, wie der Streit mit Brüssel zum Thema Rechtsstaatlichkeit und die bevorstehenden Wahlen in Ungarn im April. (22.12.2021/alc/a/a)
Diese seien Wirtschaftswachstum, Arbeitsmarkt, Handelsbilanz, Inflation und Leitzins. Letzt genannter Eckpfeiler dominiere derzeit das Geschehen am Währungsmarkt. Gefragt, oder besser gesucht, seien Länder mit vorhersehbarer Leitzinspolitik (daher falle die Türkei in dieser Betrachtung aus dem Rennen). Ungarn habe im Dezember eine Inflation mit +7,4% (inkl. Energie) veröffentlicht. Dem gegenüber stehe ein Zinsniveau von +2,4%. Der Realzins sei damit tief negativ. Steigender Inflation mit steigenden Leitzinsen zu begegnen, sei ein alter Hut. Nahezu jede Notenbank stehe vor Zinsschritten. Die einen hätten bereits erste Schritte gesetzt (z.B. England, Tschechien, Polen), andere seien kurz davor (USA). Die EZB gebe sich hier sehr konservativ.
Fakt sei, dass Länder wie Ungarn mit einer deutlich negativen Realverzinsung das Nachsehen hätten. Speziell im Vergleich zur Tschechischen Krone und dem Polnischen Zloty. Wir gehen davon aus, dass das Währungspaar EUR/HUF (Ungarischer Forint) in diesem Umfeld in Richtung 375 steigen wird, so Oberbank. Politische Risiken, wie der Streit mit Brüssel zum Thema Rechtsstaatlichkeit und die bevorstehenden Wahlen in Ungarn im April. (22.12.2021/alc/a/a)
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