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Ungarn: Kann die Notenbank die HUF Abwertung stoppen?
26.11.24 10:05
Oberbank
Linz (www.anleihencheck.de) - Der Wertverfall des Ungarischen Forint (HUF) kommt nicht zur Ruhe, so Oberbank in ihrem aktuellen Tageskommentar zu den internationalen Finanzmärkten.
Nach dem Überschreiten der psychologischen Marke von 400,00 Anfang Oktober hätten die Kursspitzen im November schon bei Werten um 412,30 gelegen. Die Notenbank halte den Leitzins schon länger bei 6,5% konstant, um durch Zinsattraktivität den Kursverfall zumindest einzubremsen. Ein Blick auf die Fundamentaldaten zeige eine kräftige Abschwächung der Wirtschaft. Mit einem Rückgang des Bruttoinlandsproduktes von mageren 1,5% auf ein Minus von 0,8% werde die Rezession sichtbar. Die Industrieproduktion sei von minus 4,1% auf minus 5,4% gefallen.
So sei es auch nicht verwunderlich, dass die Einzelhandelsumsätze von 4,1% auf 1,7% zurückgegangen seien. Nur die Inflation sei leicht (von 3,0% auf 3,2%) gestiegen. Da die hohen Zinsen anscheinend nicht ausreichten, um den HUF-Verfall zu stoppen, werde sich die Notenbank die Frage stellen müssen, bei welchem Kursniveau sie in den Markt eingreifen solle. Analysten würden dies bei Werten über der 420er Marke sehen. Wie aus der Vergangenheit ersichtlich sei, hätten Interventionen meist nur eine kurzfristige Änderung gebracht. (26.11.2024/alc/a/a)
Nach dem Überschreiten der psychologischen Marke von 400,00 Anfang Oktober hätten die Kursspitzen im November schon bei Werten um 412,30 gelegen. Die Notenbank halte den Leitzins schon länger bei 6,5% konstant, um durch Zinsattraktivität den Kursverfall zumindest einzubremsen. Ein Blick auf die Fundamentaldaten zeige eine kräftige Abschwächung der Wirtschaft. Mit einem Rückgang des Bruttoinlandsproduktes von mageren 1,5% auf ein Minus von 0,8% werde die Rezession sichtbar. Die Industrieproduktion sei von minus 4,1% auf minus 5,4% gefallen.
So sei es auch nicht verwunderlich, dass die Einzelhandelsumsätze von 4,1% auf 1,7% zurückgegangen seien. Nur die Inflation sei leicht (von 3,0% auf 3,2%) gestiegen. Da die hohen Zinsen anscheinend nicht ausreichten, um den HUF-Verfall zu stoppen, werde sich die Notenbank die Frage stellen müssen, bei welchem Kursniveau sie in den Markt eingreifen solle. Analysten würden dies bei Werten über der 420er Marke sehen. Wie aus der Vergangenheit ersichtlich sei, hätten Interventionen meist nur eine kurzfristige Änderung gebracht. (26.11.2024/alc/a/a)


