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Ungarische Zentralbank muss abwägen
26.02.19 08:30
Deutsche Bank
Frankfurt (www.anleihencheck.de) - Deutschland und Ungarn sind wirtschaftlich eng verknüpft, so die Deutsche Bank AG in einer aktuellen Ausgabe "MÄRKTE am Morgen".
Ungarn stehe bei den Abnehmern deutscher Exporte außerhalb des Euroraums an neunter Stelle. 60 Prozent der ungarischen Exporte würden in die Eurozone, 27 Prozent nach Deutschland gehen. Um diese Verbindung wisse auch die Ungarische Zentralbank, die heute über eine Leitzinsänderung entscheide. Gegen eine Anhebung würden die zuletzt gesenkten Wachstumsprognosen für den Euroraum sprechen, dafür hingegen die ungarische Inflation. Diese habe oberflächlich betrachtet im Januar im Vergleich zum Vorjahresmonat mit einem Plus von 2,7 Prozent auf dem gleichen Level wie im Dezember verharrt. Rechne man jedoch die Preisentwicklung im Lebensmittel- und Energiesektor heraus und schaue auf die sogenannte Kerninflation, sei diese im Januar auf 3,2 Prozent angestiegen und notiere somit leicht über der Zielmarke der Zentralbank von drei Prozent.
Angesichts der beiden gegenläufigen Faktoren gehen der Markt und die Deutsche Bank von keiner Änderung des aktuellen Leitzinssatzes aus und so wird auch beim Forint mit wenig Bewegung gerechnet. (26.02.2019/alc/a/a)
Ungarn stehe bei den Abnehmern deutscher Exporte außerhalb des Euroraums an neunter Stelle. 60 Prozent der ungarischen Exporte würden in die Eurozone, 27 Prozent nach Deutschland gehen. Um diese Verbindung wisse auch die Ungarische Zentralbank, die heute über eine Leitzinsänderung entscheide. Gegen eine Anhebung würden die zuletzt gesenkten Wachstumsprognosen für den Euroraum sprechen, dafür hingegen die ungarische Inflation. Diese habe oberflächlich betrachtet im Januar im Vergleich zum Vorjahresmonat mit einem Plus von 2,7 Prozent auf dem gleichen Level wie im Dezember verharrt. Rechne man jedoch die Preisentwicklung im Lebensmittel- und Energiesektor heraus und schaue auf die sogenannte Kerninflation, sei diese im Januar auf 3,2 Prozent angestiegen und notiere somit leicht über der Zielmarke der Zentralbank von drei Prozent.
Angesichts der beiden gegenläufigen Faktoren gehen der Markt und die Deutsche Bank von keiner Änderung des aktuellen Leitzinssatzes aus und so wird auch beim Forint mit wenig Bewegung gerechnet. (26.02.2019/alc/a/a)


