Erweiterte Funktionen
Ungarische Nationalbank hat den Leitzins weiter gesenkt
03.08.20 09:00
Raiffeisen Bank International AG
Wien (www.anleihencheck.de) - Die Ungarische Nationalbank (MNB) hielt am 21. Juli eine Zinssitzung ab, die zu einer weiteren Senkung des Leitzinses um 15 BP auf 0,60% führte, so die Analysten der Raiffeisen Bank International AG.
Angesichts der vorsichtigeren "Forward Guidance" der MNB, die darauf hindeute, dass die Feinabstimmung des geldpolitischen Instrumentariums zu einem Ende gekommen sei, hätten die Analysten ihren Zielwert für den Leitzins von 0,50% leicht nach oben auf 0,60% angepasst und würden auf absehbare Zeit auch keine Veränderung mehr erwarten. Die MNB wolle die kurzfristigen Zinssätze in einem sicheren Abstand zur Nullschwelle halten (hauptsächlich, um unerwünschte HUF-Abwertungsschocks zu vermeiden) - Zitat. Auf der vorhergegangenen regulären monatlichen Zinssitzung im Juni sei der Satz für einwöchige Einlagen unerwartet um 15 BP von 0,90% auf 0,75% gesenkt worden. Die Nationalbank habe nun erklärt, dass sie es vorziehen würde, sich von nun an auf die Senkung der längerfristigen Zinssätze zu konzentrieren, weshalb der Kauf von Staatspapieren mit einer Laufzeit von mehr als 15 Jahren in dieser Woche wieder aufgenommen worden sei.
Darüber hinaus würden sie, falls nötig, die Wirtschaft eher mit billigen Kreditprogrammen statt mit Zinssenkungen stimulieren. Insgesamt scheine die MNB allmählich zu einer orthodoxeren geldpolitischen Praxis zurückzukehren, wobei der neue (im April eingeführte) Leitzinssatz den Devisenswap-Operationen eindeutig die geldpolitische Leitfunktion abgerungen habe (das ausstehende FX-Swap-Kontraktvolumen falle seit Wochen). Alles in allem bedeutet dies für die Analysten der Raiffeisen Bank International AG, dass die kurzfristigen Zinssätze bis Ende 2021 auf ihrem derzeitigen Niveau bleiben können. Was schließlich EUR/HUF (Ungarischer Forint) anbelangt, so würden sie an ihrem Zielkorridor von rund 347 bis 350 für H2 2020 festhalten. (Ausgabe vom 31.07.2020) (03.08.2020/alc/a/a)
Angesichts der vorsichtigeren "Forward Guidance" der MNB, die darauf hindeute, dass die Feinabstimmung des geldpolitischen Instrumentariums zu einem Ende gekommen sei, hätten die Analysten ihren Zielwert für den Leitzins von 0,50% leicht nach oben auf 0,60% angepasst und würden auf absehbare Zeit auch keine Veränderung mehr erwarten. Die MNB wolle die kurzfristigen Zinssätze in einem sicheren Abstand zur Nullschwelle halten (hauptsächlich, um unerwünschte HUF-Abwertungsschocks zu vermeiden) - Zitat. Auf der vorhergegangenen regulären monatlichen Zinssitzung im Juni sei der Satz für einwöchige Einlagen unerwartet um 15 BP von 0,90% auf 0,75% gesenkt worden. Die Nationalbank habe nun erklärt, dass sie es vorziehen würde, sich von nun an auf die Senkung der längerfristigen Zinssätze zu konzentrieren, weshalb der Kauf von Staatspapieren mit einer Laufzeit von mehr als 15 Jahren in dieser Woche wieder aufgenommen worden sei.
Darüber hinaus würden sie, falls nötig, die Wirtschaft eher mit billigen Kreditprogrammen statt mit Zinssenkungen stimulieren. Insgesamt scheine die MNB allmählich zu einer orthodoxeren geldpolitischen Praxis zurückzukehren, wobei der neue (im April eingeführte) Leitzinssatz den Devisenswap-Operationen eindeutig die geldpolitische Leitfunktion abgerungen habe (das ausstehende FX-Swap-Kontraktvolumen falle seit Wochen). Alles in allem bedeutet dies für die Analysten der Raiffeisen Bank International AG, dass die kurzfristigen Zinssätze bis Ende 2021 auf ihrem derzeitigen Niveau bleiben können. Was schließlich EUR/HUF (Ungarischer Forint) anbelangt, so würden sie an ihrem Zielkorridor von rund 347 bis 350 für H2 2020 festhalten. (Ausgabe vom 31.07.2020) (03.08.2020/alc/a/a)
Aktuelle Kursinformationen mehr >
| Kurs | Vortag | Veränderung | Datum/Zeit | |
| 2,15 % | 2,15 % | - % | 0,00% | 31.05./17:30 |
| ISIN | WKN | Jahreshoch | Jahrestief | |
| XFARIV001614 | 2,65 % | 2,15 % | ||


