Erweiterte Funktionen

Ungarische Anleihen von positiver Marktstimmung beflügelt


14.05.13 15:36
Raiffeisen Capital Management

Wien (www.anleihencheck.de) - Die jüngsten Konjunkturdaten in Ungarn enttäuschten erneut. Weder die Industrieproduktion noch die Inlandsnachfrage vermögen derzeit positive Impulse zu geben, so die Experten von Raiffeisen Capital Management (RCM) in ihrem aktuellen "emreport".

Die ungarische Wirtschaft sei 2012 insgesamt um 2,7% geschrumpft. Die Vorlaufindikatoren würden allerdings signalisieren, dass Ungarn das Schlimmste fürs erste überstanden haben könnte. Ungarns Zentralbank habe erwartungsgemäß erneut den Leitzins gesenkt und dies mit den schwachen Wirtschaftsaussichten und einer deutlich rückläufigen Inflation (+2,2% Jahresrate - nach über 6% noch vor wenigen Monaten) begründet. Der IWF habe in seiner jüngsten Einschätzung zu Ungarn allerdings dazu gemahnt, eine Pause bei den geldpolitischen Lockerungen einzulegen. Er habe die Finanzierungslage für Ungarn als derzeit relativ gut bezeichnet, habe aber auch darauf verwiesen, dass sich diese Situation relativ schnell ändern könnte und dass das Land weiterhin stark abhängig vom weltweiten Risikosentiment der Investoren und Kapitalgeber bleibe.

Ungarische Anleihen hätten von der positiven Grundstimmung an den Märkten profitiert; ihre Renditen seien gefallen und auch der Forint habe nach einem schwachen Vormonat aufwerten können. Auch der ungarische Aktienmarkt habe ein Plus verbucht; der Aktienindex in Budapest habe um über 2% zugelegt. Das sei allerdings weitgehend auf den kräftigen Kursanstieg der OTP-Bank (+11%) zurückzuführen gewesen. (Ausgabe Mai 2013) (14.05.2013/alc/a/a)