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Ungarische Anleihen in den letzten Monaten erholt


13.06.14 12:00
Raiffeisen Capital Management

Wien (www.anleihencheck.de) - In Ungarn zeigt die Inlandsnachfrage mittlerweile Erholungstendenzen nach der Schwäche in den letzten Jahren, so die Experten von Raiffeisen Capital Management in ihrem aktuellen "emreport".

Unterstützung komme, wie auch in den anderen zentraleuropäischen Ländern verstärkt vom Außenhandel. Das Wirtschaftswachstum im 1. Quartal 2014 habe mit +3,5% im Jahresvergleich über den Analystenschätzungen gelegen. Die Teuerungsrate sei zuletzt leicht negativ mit -0,1% p.a. gewesen und habe damit sowohl die Marktteilnehmer als auch die Notenbank überrascht. Letztere habe daraufhin Ende Mai den Leitzins um weitere 0,1% auf nunmehr 2,4% gesenkt.

Zu Beginn des Jahres seien ungarische Anleihen und der Forint im regionalen Vergleich noch sehr schwach gewesen; sie hätten sich allerdings in den letzten Monaten erholen können. Viele Marktteilnehmer würden angesichts des inzwischen historisch tiefen Zinsniveaus in Ungarn jedoch vorsichtig bleiben. Der ungarische Aktienmarkt habe im Mai kräftig um über 10% zugelegt, wobei das Kursplus allerdings fast vollständig auf das Konto der im Aktienindex sehr stark gewichteten Bank OTP gegangen sei. (Ausgabe Juni 2014) (13.06.2014/alc/a/a)