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Ungarische Anleihen zu Beginn des Jahres unter den schwächsten der Region


19.02.14 16:38
Raiffeisen Capital Management

Wien (www.anleihencheck.de) - In Ungarn bleibt die Inlandsnachfrage schwach; Unterstützung kommt hingegen verstärkt vom Außenhandel, so die Experten von Raiffeisen Capital Management in ihrem aktuellen "emreport".

Die Regierung plane eine weitere Kürzung der Preise für Strom, Gas und Heizung für die privaten Haushalte. Geplant sei auch ein Ausbau der Atomenergie; diesbezüglich würden die Verhandlungen mit Russland laufen, das sowohl den Ausbaus als auch einen Großteil der Finanzierung mittels der Gewährung eines Kredits an Ungarn von bis zu 10 Mrd. Euro übernehmen würde.

Die ungarische Notenbank habe Ende Januar den Leitzins etwas stärker als erwartet um weitere 0,15% auf nunmehr 2,85% gesenkt. Zu Beginn des Jahres hätten die ungarischen Anleihen sowie der Forint zu den schwächsten der Region gehört, viele Marktteilnehmer würden das historisch tiefe Zinsniveau in Ungarn als weiterhin gefährlich in einer negativen Marktphase betrachten.

Der ungarische Aktienmarkt hingegen habe gegen den weltweiten Abwärtstrend im Januar ein Plus von rund 2% verzeichnet. (Ausgabe Februar 2014) (19.02.2014/alc/a/a)