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Im Umfeld unterschiedlicher Notenbankpolitik sind Secured High Yield-Bonds eine Alternative
10.07.18 11:42
Swisscanto Invest
Zürich (www.anleihencheck.de) - Trotz der politischen Risiken, die derzeit überwiegend von einem drohenden Handelskrieg ausgehen, sprechen die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen weiterhin für ein ansehnliches globales Wirtschaftswachstum, so Jan Sobotta, Leiter Sales Ausland, Swisscanto Asset Management International S.A.
Insbesondere die US-Wirtschaft befinde sich in einer beneidenswerten Form. Das Gros der vorauseilenden Konjunkturindikatoren zeige nach oben und die realwirtschaftlichen Daten aus Industrie und Handel würden ausgesprochen robust ausfallen. So sei es beinahe selbstverständlich gewesen, dass die US-Notenbank FED im Juni den Leitzins um 25 Basispunkte angehoben habe. Angesichts der in den vergangenen Monaten gestiegenen Inflationsrate komme es auch nicht ganz unerwartet, dass die FED aktuell davon ausgehe, in diesem Jahr vier Zinserhöhungen vorzunehmen. Damit dürfte der Leitzins also im September und im Dezember nochmals angehoben werden.
Werde der Quartalsrhythmus bei den Zinsanhebungen beibehalten, wäre der neutrale Leitzins bereits im Sommer 2019 erreicht. Danach käme jede Leitzinserhöhung einem konjunkturellen Bremsmanöver gleich. Dagegen habe die Europäische Zentralbank die erste Leitzinserhöhung weiter in die Zukunft verschoben. Sie habe angekündigt, den Leitzins frühestens Ende Sommer 2019 anzuheben, während der Konsens mit diesem Schritt bereits Mitte des nächsten Jahres gerechnet habe. Das seit 2015 laufende Anleihenkaufprogramm ende dagegen wie erwartet Ende 2018. Die japanische Notenbank setze ihren ultra-expansiven Kurs ohne Abstriche fort. Die weiterhin klar unterhalb des Ziels von zwei Prozent notierende Inflationsrate lasse auch auf absehbare Zeit keine Kursänderung erkennen.
Angesichts der unterschiedlichen Notenbankpolitik sei für Anleiheninvestoren ein noch herausfordernderes Umfeld entstanden. Eine interessante Alternative seien hier Secured High Yield-Bonds. Die Anleihen seien durch Vermögenswerte des Unternehmens wie zum Beispiel Maschinen, Immobilien oder Lagerbestände besichert. Im Konkursfall würden diese Sicherheiten als Pfand dienen, um die Forderungen der Anleger zu begleichen. Investoren würden damit einerseits von vergleichsweise hohen Kupons, die Kursrückschläge bei steigenden Zinsen abfedern würden, und andererseits von der zusätzlichen Sicherheit im Vergleich zu herkömmlichen Hochzinsanleihen profitieren. (10.07.2018/alc/a/a)
Insbesondere die US-Wirtschaft befinde sich in einer beneidenswerten Form. Das Gros der vorauseilenden Konjunkturindikatoren zeige nach oben und die realwirtschaftlichen Daten aus Industrie und Handel würden ausgesprochen robust ausfallen. So sei es beinahe selbstverständlich gewesen, dass die US-Notenbank FED im Juni den Leitzins um 25 Basispunkte angehoben habe. Angesichts der in den vergangenen Monaten gestiegenen Inflationsrate komme es auch nicht ganz unerwartet, dass die FED aktuell davon ausgehe, in diesem Jahr vier Zinserhöhungen vorzunehmen. Damit dürfte der Leitzins also im September und im Dezember nochmals angehoben werden.
Werde der Quartalsrhythmus bei den Zinsanhebungen beibehalten, wäre der neutrale Leitzins bereits im Sommer 2019 erreicht. Danach käme jede Leitzinserhöhung einem konjunkturellen Bremsmanöver gleich. Dagegen habe die Europäische Zentralbank die erste Leitzinserhöhung weiter in die Zukunft verschoben. Sie habe angekündigt, den Leitzins frühestens Ende Sommer 2019 anzuheben, während der Konsens mit diesem Schritt bereits Mitte des nächsten Jahres gerechnet habe. Das seit 2015 laufende Anleihenkaufprogramm ende dagegen wie erwartet Ende 2018. Die japanische Notenbank setze ihren ultra-expansiven Kurs ohne Abstriche fort. Die weiterhin klar unterhalb des Ziels von zwei Prozent notierende Inflationsrate lasse auch auf absehbare Zeit keine Kursänderung erkennen.
Angesichts der unterschiedlichen Notenbankpolitik sei für Anleiheninvestoren ein noch herausfordernderes Umfeld entstanden. Eine interessante Alternative seien hier Secured High Yield-Bonds. Die Anleihen seien durch Vermögenswerte des Unternehmens wie zum Beispiel Maschinen, Immobilien oder Lagerbestände besichert. Im Konkursfall würden diese Sicherheiten als Pfand dienen, um die Forderungen der Anleger zu begleichen. Investoren würden damit einerseits von vergleichsweise hohen Kupons, die Kursrückschläge bei steigenden Zinsen abfedern würden, und andererseits von der zusätzlichen Sicherheit im Vergleich zu herkömmlichen Hochzinsanleihen profitieren. (10.07.2018/alc/a/a)


