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Über die US-Notenbankpolitik
06.05.13 12:02
AXA Investment Managers
Köln (www.anleihencheck.de) - "Die Hoffnung auf Wachstum stützt sich jetzt auf den Vermögenseffekt", so Chris Iggo, CIO Fixed Income bei AXA Investment Managers.
Einige eher kontroverse Marktkommentatoren würden behaupten, die Politik der FED diene einzig dazu, die Aktienkurse nach oben zu drücken. Dass die Zentralbankpolitiker Probleme hätten, die Märkte von der wachstumsfördernden Wirkung ihrer Maßnahmen zu überzeugen, liege auf der Hand. Dennoch würden sie am eingeschlagenen Kurs festhalten, ohne die Karten offen auf den Tisch zu legen: Dass es nämlich vor dem Hintergrund angeschlagener Bankensysteme die Anleihe-, Aktien- und Immobilienpreise sein würden, die schließlich einen erneuten Wachstumsschub auslösen könnten.
Der neueste Dreh der FED bei ihrer Kommunikationspolitik sei die "QE-Feinsteuerung". Aus dem Protokoll der jüngsten Sitzung des Offenmarktausschusses (FOMC) gehe hervor, dass die amerikanische Notenbank den Umfang ihrer Anlagekäufe jeweils dem Trend am Arbeitsmarkt und den Inflationserwartungen anpassen könnte. Bei schwachen Zahlen könnte der Markt also mit Treasury- und MBS-Käufen durch die FED rechnen, die das aktuelle Niveau von 85 Milliarden Dollar pro Monat übersteigen und die Anleiherenditen weiter drücken würden. Würden die Wirtschaftsdaten hingegen positiver ausfallen, würde das den Schluss nahelegen, dass die FED ihre Ankäufe reduziere und die Renditen in der Folge steigen würden.
Ironischerweise würden schwache Daten also die Kurse nach oben drücken und starke Daten den umgekehrten Effekt haben. Das ist also die Liquiditätsfalle, in der wir uns jetzt befinden, so die Experten von AXA Investment Managers. Die Erwartung weiterer Bondkäufe durch Zentralbanken, der Druck auf die Renditen und die erzwungene Portfolioumschichtung würden diesen Vermögenseffekt zum wichtigsten geldpolitischen Mechanismus machen. (06.05.2013/alc/a/a)
Einige eher kontroverse Marktkommentatoren würden behaupten, die Politik der FED diene einzig dazu, die Aktienkurse nach oben zu drücken. Dass die Zentralbankpolitiker Probleme hätten, die Märkte von der wachstumsfördernden Wirkung ihrer Maßnahmen zu überzeugen, liege auf der Hand. Dennoch würden sie am eingeschlagenen Kurs festhalten, ohne die Karten offen auf den Tisch zu legen: Dass es nämlich vor dem Hintergrund angeschlagener Bankensysteme die Anleihe-, Aktien- und Immobilienpreise sein würden, die schließlich einen erneuten Wachstumsschub auslösen könnten.
Der neueste Dreh der FED bei ihrer Kommunikationspolitik sei die "QE-Feinsteuerung". Aus dem Protokoll der jüngsten Sitzung des Offenmarktausschusses (FOMC) gehe hervor, dass die amerikanische Notenbank den Umfang ihrer Anlagekäufe jeweils dem Trend am Arbeitsmarkt und den Inflationserwartungen anpassen könnte. Bei schwachen Zahlen könnte der Markt also mit Treasury- und MBS-Käufen durch die FED rechnen, die das aktuelle Niveau von 85 Milliarden Dollar pro Monat übersteigen und die Anleiherenditen weiter drücken würden. Würden die Wirtschaftsdaten hingegen positiver ausfallen, würde das den Schluss nahelegen, dass die FED ihre Ankäufe reduziere und die Renditen in der Folge steigen würden.
Ironischerweise würden schwache Daten also die Kurse nach oben drücken und starke Daten den umgekehrten Effekt haben. Das ist also die Liquiditätsfalle, in der wir uns jetzt befinden, so die Experten von AXA Investment Managers. Die Erwartung weiterer Bondkäufe durch Zentralbanken, der Druck auf die Renditen und die erzwungene Portfolioumschichtung würden diesen Vermögenseffekt zum wichtigsten geldpolitischen Mechanismus machen. (06.05.2013/alc/a/a)


