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US-Zinsen werden sinken - und dann?


29.07.19 13:45
BNY Mellon IM

Brüssel (www.anleihencheck.de) - Aufgrund der anhaltend niedrigen Inflationsrate und den Befürchtungen des FED-Chefs Jerome Powell, dass die Wirtschaft weltweit schwächer wächst, scheinen sich die meisten FED-Beamten für eine Senkung des Leitzinses um 25 Basispunkte auf eine Spanne von 2,00 bis 2,25 Prozent einzusetzen, so Paul Brain, Head of Fixed Income bei Newton IM, einer Investmentgesellschaft von BNY Mellon Investment Management, im Kommentar zu der kommenden FED-Sitzung am 31. Juli.

Da zwar ein oder zwei Stimmen einen Schnitt um 50 Basispunkte fordern würden, andere wiederum keine Änderungen möchten, werde der Konsens wohl bei 25 Basispunkten liegen.

Ausschlaggebend sei jedoch vielmehr, was als nächstes geschehe. Die Anleihen- wie auch Aktienmärkte hätten eine Zinssenkung von 2,5 auf 2,25 bereits eingepreist. Die Rendite für US-Anleihen mit einer 2-jährigen Laufzeit liege derzeit bei 1,84 Prozent (Stand: 29. Juli 2019) und zeige, dass die Märkte weitere Zinssenkungen erwarten würden.

Sobald die Entscheidung über die Zinssenkung getroffen worden sei, werde sich die Aufmerksamkeit eher darauf richten, wie kompromissbereit die FED sein werde und welche Gründe sie anführe, um weitere Zinssenkungen zu rechtfertigen. Im Moment stünden die schwache Weltwirtschaft und die ausbleibende Inflation, die sich bisher unter zwei Prozent bewege, im Zentrum der Argumentation. Sollte sich dies zu einer innenpolitischen Angelegenheit auswachsen, dann würden sich alle Augen auf die Entwicklung des US-Dollar richten.

Kurzum, es dürfte einige Marktteilnehmer geben, die vom Umfang der Senkung und den damit verknüpften Botschaften enttäuscht sein würden. Sie würden aber schnell feststellen, dass die Zinsen weiter sinken dürften. (29.07.2019/alc/a/a)