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US-Zinsen im Fokus: Spekulation auf Fed-Senkung im September nimmt zu
08.08.25 08:37
Helaba
Frankfurt (www.anleihencheck.de) - Der Wochenausklang gestaltet sich datenseitig ruhig, so die Analysten der Helaba.
Weder in der Eurozone noch in den USA stünden bemerkenswerte Datenveröffentlichungen an. Auch vonseiten der Europäischen Zentralbank bleibe es wohl ruhig. Einzig der St.-Louis-Fed-Präsident Musalem sei mit einem Redebeitrag im Kalender zu finden, und so würden die Analysten den Blick heute auf die US-Zinserwartungen richten.
Vor dem Hintergrund der zuletzt enttäuschenden Zahlen (Beschäftigungsentwicklung, ISM-Indizes des Verarbeitenden und des Dienstleistungsgewerbes) habe die Spekulation auf sinkende US-Leitzinsen bereits im kommenden Monat neuen Schwung erhalten. Derweil würden sich die Notenbanker aktuell bedeckt halten. Tenor des letzten FOMC-Statements sei gewesen: Das Wachstum habe sich abgeschwächt, die Inflation falle aber erhöht aus. Zudem sei weiterhin die Unsicherheit über die wirtschaftlichen und preislichen Perspektiven groß. Auch bestünden Risiken für den Arbeitsmarkt. Damit sei die Tür für eine geldpolitische Lockerung zwar grundsätzlich geöffnet, unmittelbare Handlungsbereitschaft sei aber wohl nicht vorhanden, obwohl zwei FOMC-Mitglieder jüngst für eine Zinssenkung gestimmt hätten. Darauf deute zuletzt auch die Aussage von San-Francisco-Fed-Chefin Daly hin, wonach "keine Gründe bestünden, in den kommenden Monaten die Zinsen zu senken."
Der politische Druck zu Zinssenkungen aus dem Weißen Haus habe zunächst keine Früchte getragen. Der Lackmustest für den US-Dollar und die US-Rentenpapiere komme jedoch erst mit einem neuen Fed-Chef im Frühjahr. Eine politisch agierende Fed könnte zu einer Abwertung des US-Dollar und steigenden Risikoaufschlägen sowie Inflationserwartungen beitragen. (08.08.2025/alc/a/a)
Weder in der Eurozone noch in den USA stünden bemerkenswerte Datenveröffentlichungen an. Auch vonseiten der Europäischen Zentralbank bleibe es wohl ruhig. Einzig der St.-Louis-Fed-Präsident Musalem sei mit einem Redebeitrag im Kalender zu finden, und so würden die Analysten den Blick heute auf die US-Zinserwartungen richten.
Vor dem Hintergrund der zuletzt enttäuschenden Zahlen (Beschäftigungsentwicklung, ISM-Indizes des Verarbeitenden und des Dienstleistungsgewerbes) habe die Spekulation auf sinkende US-Leitzinsen bereits im kommenden Monat neuen Schwung erhalten. Derweil würden sich die Notenbanker aktuell bedeckt halten. Tenor des letzten FOMC-Statements sei gewesen: Das Wachstum habe sich abgeschwächt, die Inflation falle aber erhöht aus. Zudem sei weiterhin die Unsicherheit über die wirtschaftlichen und preislichen Perspektiven groß. Auch bestünden Risiken für den Arbeitsmarkt. Damit sei die Tür für eine geldpolitische Lockerung zwar grundsätzlich geöffnet, unmittelbare Handlungsbereitschaft sei aber wohl nicht vorhanden, obwohl zwei FOMC-Mitglieder jüngst für eine Zinssenkung gestimmt hätten. Darauf deute zuletzt auch die Aussage von San-Francisco-Fed-Chefin Daly hin, wonach "keine Gründe bestünden, in den kommenden Monaten die Zinsen zu senken."
Der politische Druck zu Zinssenkungen aus dem Weißen Haus habe zunächst keine Früchte getragen. Der Lackmustest für den US-Dollar und die US-Rentenpapiere komme jedoch erst mit einem neuen Fed-Chef im Frühjahr. Eine politisch agierende Fed könnte zu einer Abwertung des US-Dollar und steigenden Risikoaufschlägen sowie Inflationserwartungen beitragen. (08.08.2025/alc/a/a)


