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US-Wirtschaftsdaten stützen Konjunkturoptimismus


06.02.20 08:30
HSBC Trinkaus & Burkhardt

Düsseldorf (www.anleihencheck.de) - Hoffnungen auf eine Eindämmung der Auswirkungen des Coronavirus sowie die Ankündigung, Chinas Zollsätze für einige Güter gegenüber den USA zu senken, beflügelten bis zum morgendlichen Handel die Risikobereitschaft an den Finanzmärkten, so die Analysten von HSBC Trinkaus & Burkhardt.

So seien die Aktienmärkte und Ölpreise global angezogen, während u. a. die Kurse von als sichere Anlagehäfen geltenden US-Staatsanleihen deutlich nachgegeben hätten. Die Hoffnungen auf eine Konjunkturaufhellung seien dabei nicht zuletzt auch durch gute Wirtschaftsdaten aus den USA gestützt worden. Während die von Automatic Data Processing (ADP) erhobene Statistik zur Stellenschaffung im privaten Sektor mit einem kräftigen Zuwachs von 291.000 im Januar (Dezember: revidiert 199.000) auf einen weiterhin boomenden US-Arbeitsmarkt habe schließen lassen, habe auch der ISM-Index für den Dienstleistungssektor für den gleichen Berichtsmonat überzeugt. Demnach sei der ISM auf 55,5 Punkte (Dezember: 54,9) geklettert und habe damit die Markterwartungen von 55,0 Punkten übertroffen.

Vor diesem Hintergrund sei auch der erneute Anstieg des US-Handelsbilanzdefizits im Dezember von leicht nach oben revidierten 43,7 Mrd. USD auf 48,8 Mrd. USD nicht negativ ins Gewicht gefallen, nicht zuletzt da sich damit das Gesamtdefizit im Jahr 2019 gegenüber dem Vorjahr erstmals seit 2013 wieder leicht reduziert habe.

Die optimistischere Grundstimmung an den Kapitalmärkten habe dafür gesorgt, dass sich die Zinsstrukturkurve in den USA normalisiert habe. So hätten die Renditen für 5-jährige US-Treasuries gestern wieder substantiell über denjenigen für ihre 2-jährigen Pendants gelegen. (06.02.2020/alc/a/a)