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US-Wahl und ihre Bedeutung für Europa
09.11.16 14:38
Aberdeen Asset Management
London (www.anleihencheck.de) - Wolfgang Kuhn, Head of Euro Fixed Income bei Aberdeen Asset Management, kommentiert den Ausgang der US-Wahlen unter besonderer Berücksichtigung der Auswirkung auf Europa und die Geldpolitik der EZB:
Insgesamt hätten die Märkte relativ gelassen auf den Ausgang der Präsidentschafts- und Kongresswahlen in den USA reagiert. Nach der Überraschung, die die Märkte im Juni erlebt hätten, als eine Brexit-Entscheidung völlig unterschätzt worden sei, seien die Märkte diesmal besser auf das vermeintlich Unwahrscheinliche vorbereitet gewesen.
Zwar hätten Staatsanleihen weltweit zunächst in der üblichen Flucht in die vermeintlichen Stabilitätshäfen reagiert, als die US-Treasuries und Bunds gemeinhin angesehen würden. Aber schon nach wenigen Stunden hätten US-Staatsanleihen ins Minus gedreht, wohl im Hinblick auf die zu erwartende Ausweitung der amerikanischen Haushaltsausgaben, die zu steigender Inflation führen könnte.
So habe sich auch das Spektrum risikobehafteter Anlagen - von Aktien bis Unternehmensanleihen - schnell wieder einigermaßen beruhigt. Dies seien freilich nur kurzfristige Bewegungen, die mit Blick auf das Ausmaß möglicher Veränderungen, welche eine Trump-Präsidentschaft mit sich bringen könnte, nicht überschätzt werden sollten. So würden die Experten es für möglich halten, dass der Wahl-Ausgang den Zinsanstieg in den USA beschleunigen könnte.
Auf der anderen Seite sei aber davon auszugehen, dass die EZB möglichen negativen Marktbewegungen mit dem inzwischen gewohnten hektischen Aktivismus begegnen werde. Ob und inwieweit der zukünftige Präsident seine Skepsis hinsichtlich Freihandel in die Praxis umsetzen werde, und ob dadurch die Exporte der Eurozone und deren Wirtschaftswachstum gedämpft werden könnten, sei zum jetzigen Zeitpunkt nicht ernsthaft zu beantworten. (09.11.2016/alc/a/a)
Insgesamt hätten die Märkte relativ gelassen auf den Ausgang der Präsidentschafts- und Kongresswahlen in den USA reagiert. Nach der Überraschung, die die Märkte im Juni erlebt hätten, als eine Brexit-Entscheidung völlig unterschätzt worden sei, seien die Märkte diesmal besser auf das vermeintlich Unwahrscheinliche vorbereitet gewesen.
So habe sich auch das Spektrum risikobehafteter Anlagen - von Aktien bis Unternehmensanleihen - schnell wieder einigermaßen beruhigt. Dies seien freilich nur kurzfristige Bewegungen, die mit Blick auf das Ausmaß möglicher Veränderungen, welche eine Trump-Präsidentschaft mit sich bringen könnte, nicht überschätzt werden sollten. So würden die Experten es für möglich halten, dass der Wahl-Ausgang den Zinsanstieg in den USA beschleunigen könnte.
Auf der anderen Seite sei aber davon auszugehen, dass die EZB möglichen negativen Marktbewegungen mit dem inzwischen gewohnten hektischen Aktivismus begegnen werde. Ob und inwieweit der zukünftige Präsident seine Skepsis hinsichtlich Freihandel in die Praxis umsetzen werde, und ob dadurch die Exporte der Eurozone und deren Wirtschaftswachstum gedämpft werden könnten, sei zum jetzigen Zeitpunkt nicht ernsthaft zu beantworten. (09.11.2016/alc/a/a)


