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US-Treasuries durch robuste Konjunkturdaten belastet


18.11.24 08:52
Nord LB

Hannover (www.anleihencheck.de) - Während es bei Bundesanleihen kaum Veränderungen gab, wurden US-Treasuries durch die robusten Konjunkturdaten (Einzelhandelsumsätze) belastet, so die Analysten der Nord LB.

Der Preisrückgang im deutschen Großhandel habe sich im Oktober verlangsamt. Die Preise seien zum Vorjahresmonat um 0,8% gesunken, gegenüber September hätten sie dagegen um 0,4% zugelegt. Hauptursächlich für den Rückgang im Jahresvergleich seien die Preise von Mineralölerzeugnissen (-11,5%) gewesen. Ebenfalls günstiger gewesen seien die Preise von Eisen, Stahl und Halbzeug (-5,3%), Datenverarbeitungs- und periphere Geräte (-4,9%) sowie chemische Er-zeugnisse (-4,6%). Teurer gewesen seien dagegen u. a. Kaffee, Tee, Kakao und Gewürze (+26,0%) sowie Zucker, Süßwaren und Backwaren (+9,9%).

In dieser Woche rücke eine Reihe von Stimmungsindikatoren in den Blick, die nun die aktuellen politischen Entwicklungen dann auch in Gänze innerhalb des Befragungszeitraums einwerten könnten. Am Montag werfe der NAHB Wohnungsmarkt-Index ein Schlaglicht auf die Stimmung im Immobilienmarkt in den USA, wobei das an den Märkten derzeit sehr offensiv eingepreiste höhere Zinsumfeld im Kontext "Trump 2.0" eine wichtige Rolle spielen dürfte.

Am Donnerstag stünden die November-Daten zum Verbrauchervertrauen in der Eurozone auf der Tagesordnung. Mit deutlichen Reallohnzuwächsen in diesem Jahr nebst Inflationsrückgängen sei die Grundlage für eine fortgesetzte graduelle Erholung bei diesen Stimmungsindikator zumindest gegeben. Zum Wochenschluss würden durchaus mit einer gewissen Spannung die Ergebnisse der Einkaufsmanagerumfrage im November erwartet, denn schließlich sei die künftige Ausrichtung der US-Handelspolitik zweifelsohne auch hier ein viel Raum greifendes Thema. (18.11.2024/alc/a/a)