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US-Staatsanleiherenditen nach Anhörung von FED-Chairman Powell nachgegeben
11.07.19 12:15
Deutsche Bank
Frankfurt (www.anleihencheck.de) - Das morgige Risiko wiegt schwerer als der gestrige Arbeitsmarkt. So könnte man die Anhörung von FED-Chairman Jerome Powell vor dem US-Repräsentantenhaus zusammenfassen, so die Deutsche Bank AG in einer aktuellen Ausgabe "MÄRKTE am Morgen".
Nach dem G-20-Handelswaffenstillstand und dem zuletzt guten Arbeitsmarktbericht seien am Markt Zweifel aufgekommen, ob Zinssenkungserwartungen nicht doch etwas zu früh und zu schnell eingepreist worden seien. Nervosität habe sich breit gemacht, ob die FED versucht sein könnte, eine erste Absenkung doch auf den September zu schieben. Diese Sorge habe Powell gestern zu beruhigen gewusst, indem er deutlich gemacht habe, dass die Risiken rund um den Welthandel noch immer groß seien. Dies und die schwache Entwicklung der globalen Industrie würden zudem zunehmend auch auf dem Ausblick für die US-Wirtschaft lasten. Mit Blick auf den ISM-Stimmungsindikator für die Industrie, der im Juni 8,3 Saldenpunkte unter seinem Niveau des Vorjahresmonats gelegen habe - der größte Zwölf-Monats-Rückgang seit 2009 - könne man das durchaus verstehen.
Die Renditen von US-Staatsanleihen hätten in der Folge direkt nachgegeben - der Markt habe erneut seine Erwartungen an den erhofften Leitzinssenkungszyklus erhöht. Der US-Dollar habe sich dem Ganzen natürlich ebenfalls nicht entziehen können und sei in seiner Stärkephase unterbrochen worden. Gebe es heute keine Überraschung bei der US-Inflation, scheine dem einen Zinsschritt der FED am 31. Juli nichts mehr im Weg zu stehen. (11.07.2019/alc/a/a)
Nach dem G-20-Handelswaffenstillstand und dem zuletzt guten Arbeitsmarktbericht seien am Markt Zweifel aufgekommen, ob Zinssenkungserwartungen nicht doch etwas zu früh und zu schnell eingepreist worden seien. Nervosität habe sich breit gemacht, ob die FED versucht sein könnte, eine erste Absenkung doch auf den September zu schieben. Diese Sorge habe Powell gestern zu beruhigen gewusst, indem er deutlich gemacht habe, dass die Risiken rund um den Welthandel noch immer groß seien. Dies und die schwache Entwicklung der globalen Industrie würden zudem zunehmend auch auf dem Ausblick für die US-Wirtschaft lasten. Mit Blick auf den ISM-Stimmungsindikator für die Industrie, der im Juni 8,3 Saldenpunkte unter seinem Niveau des Vorjahresmonats gelegen habe - der größte Zwölf-Monats-Rückgang seit 2009 - könne man das durchaus verstehen.
Die Renditen von US-Staatsanleihen hätten in der Folge direkt nachgegeben - der Markt habe erneut seine Erwartungen an den erhofften Leitzinssenkungszyklus erhöht. Der US-Dollar habe sich dem Ganzen natürlich ebenfalls nicht entziehen können und sei in seiner Stärkephase unterbrochen worden. Gebe es heute keine Überraschung bei der US-Inflation, scheine dem einen Zinsschritt der FED am 31. Juli nichts mehr im Weg zu stehen. (11.07.2019/alc/a/a)


