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US-Staatsanleihen und deutsche Bundesanleihen mit Kursgewinnen
03.06.24 08:52
Nord LB
Hannover (www.anleihencheck.de) - US-Staatsanleihen haben am Freitag nach Inflationsdaten Kursgewinne verbucht, so die Analysten der Nord LB.
Die Rendite zehnjähriger Staatspapiere sei im Gegenzug auf 4,51% gefallen. Auch die Kurse deutscher Bundesanleihen hätten etwas zugelegt. Verbraucherpreisdaten aus der Eurozone hätten die Anleihen nur vorübergehend belastet.
Die Inflation in der Euro-Zone lege wieder zu. Obwohl der Anstieg einen Tick stärker ausgefallen sei, als erwartet worden sei, gelte eine Zinswende der Europäischen Zentralbank (EZB) in dieser Woche dennoch weiter als wahrscheinlich. Die Verbraucherpreise seien im Mai in der 20-Länder-Gemeinschaft um 2,6% binnen Jahresfrist gestiegen. Volkswirte hätten mit 2,5% gerechnet. Noch im April habe die Rate bei 2,4% gelegen. Die Kerninflation, in der schwankungsanfällige Preise ausgeklammert würden, habe sich im Mai auf 2,9% nach 2,7% im April erhöht.
Die Inflationsdaten für den April würden offenbaren, dass sich in den USA die Linien an der Preisfront wohl nicht drastisch verschoben hätten. Mit 0,3% M/M verharre die Headlinerate den dritten Monat in Folge auf dem gleichen Niveau, und auch die Jahresrate mit 2,7% Y/Y entspreche dem Wert des Vormonats. Die Kernrate des PCE-Deflators vermöge sogar etwas nachzugeben, weise sie nämlich mit 0,2% M/M den niedrigsten Wert dieses Jahres auf (0,5% M/M im Januar; Februar und März 0,3% M/M). Die Entwicklung der PCEs würden dem FOMC somit eine kleine Verschnaufpause gönnen.
Das Highlight diese Woche: die Zinsentscheidung der EZB. Nahezu alle Marktbeobachter würden mit einer Zinssenkung um 25 bp rechnen. Zudem werde sehr genau auf die Wortmeldungen der EZB-Chefin Lagarde zu blicken sein. Daneben sollte vor allem auf Wirtschaftsdaten aus den USA zu achten sein. So würden Angaben zu den beiden ISM-Einkaufsmanagerindices und zur Lage am Arbeitsmarkt veröffentlicht. Beim Blick auf letzteren würden die Bäume inzwischen nicht mehr in den Himmel wachsen; wirklich schwache Zahlen seien allerdings auch nicht zu erwarten. (03.06.2024/alc/a/a)
Die Rendite zehnjähriger Staatspapiere sei im Gegenzug auf 4,51% gefallen. Auch die Kurse deutscher Bundesanleihen hätten etwas zugelegt. Verbraucherpreisdaten aus der Eurozone hätten die Anleihen nur vorübergehend belastet.
Die Inflationsdaten für den April würden offenbaren, dass sich in den USA die Linien an der Preisfront wohl nicht drastisch verschoben hätten. Mit 0,3% M/M verharre die Headlinerate den dritten Monat in Folge auf dem gleichen Niveau, und auch die Jahresrate mit 2,7% Y/Y entspreche dem Wert des Vormonats. Die Kernrate des PCE-Deflators vermöge sogar etwas nachzugeben, weise sie nämlich mit 0,2% M/M den niedrigsten Wert dieses Jahres auf (0,5% M/M im Januar; Februar und März 0,3% M/M). Die Entwicklung der PCEs würden dem FOMC somit eine kleine Verschnaufpause gönnen.
Das Highlight diese Woche: die Zinsentscheidung der EZB. Nahezu alle Marktbeobachter würden mit einer Zinssenkung um 25 bp rechnen. Zudem werde sehr genau auf die Wortmeldungen der EZB-Chefin Lagarde zu blicken sein. Daneben sollte vor allem auf Wirtschaftsdaten aus den USA zu achten sein. So würden Angaben zu den beiden ISM-Einkaufsmanagerindices und zur Lage am Arbeitsmarkt veröffentlicht. Beim Blick auf letzteren würden die Bäume inzwischen nicht mehr in den Himmel wachsen; wirklich schwache Zahlen seien allerdings auch nicht zu erwarten. (03.06.2024/alc/a/a)


