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US-Shutdown gestartet: Fed und Märkte im Ungewissen


01.10.25 11:11
Oberbank

Linz (www.anleihencheck.de) - Mit dem aktiven Shutdown der US-Regierung scheinen wichtige Wirtschaftsdaten vorerst nicht zur Verfügung zu stehen, so Oberbank in ihrem aktuellen Tageskommentar zu den internationalen Finanzmärkten.

Das Arbeitsministerium habe angekündigt, dass unter anderem der für Freitag geplante Arbeitsmarktbericht ausfallen könnte. Auch die Inflationsdaten am 15. Oktober könnten betroffen sein. Für die Finanzmärkte bedeute das erhöhte Unsicherheit, da die US-Notenbank Fed stark auf diese Daten angewiesen sei, insbesondere vor ihrer nächsten Zinsentscheidung Ende Oktober.

Trotz der Datenlücke würden viele Analyst:innen weiterhin mit einer Zinssenkung um 0,25 Prozentpunkte rechnen. Einige Expert:innen würden davon ausgehen, dass die Fed mangels neuer Informationen an ihrem bisherigen Kurs festhalte. Der Shutdown sei in Kraft getreten, nachdem der Kongress keine Einigung über eine Übergangsfinanzierung habe erzielen können. Bereits 2013 habe ein ähnlicher Stillstand die Veröffentlichung von Wirtschaftsdaten deutlich verzögert.

Heute um 16:00 Uhr werde der Einkaufsmanagerindex für das verarbeitende Gewerbe aus den USA veröffentlicht. Der ISM Manufacturing PMI habe zuletzt bei 48,7 und damit nach wie vor unter der Wachstumsschwelle von 50 gelegen. Positiv sei hervorzuheben, dass der Neubestellungsindex erstmals nach mehreren Monaten wieder über 50 gelegen habe und ein mögliches Indiz sein könnte, dass sich die Nachfrage etwas stabilisiere. Insgesamt würden die Daten darauf hindeuten, dass viele Hersteller weiterhin vorsichtig agieren würden. (01.10.2025/alc/a/a)