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Der US-Shutdown geht dem Ende zu


11.11.25 09:00
Oberbank

Linz (www.anleihencheck.de) - Gestern wurde es amtlich: Acht Demokraten scherten geordnet aus der Parteidisziplin aus und stimmten mit den Republikanern für ein Übergangsbudget, welches im Endeffekt das Ende des Shutdown einleitet, so Oberbank in ihrem aktuellen Tageskommentar zu den internationalen Finanzmärkten.

Das Repräsentantenhaus müsse dem Entwurf noch zustimmen und der Präsident am Ende der Kette den Gesetzesbeschluss unterzeichnen. Wenn diese Hürden gemeistert seien, dann wäre der Shutdown offiziell zu Ende und das behördliche Handeln könne sich wieder in Richtung Normalität zurückbewegen. In der Realität werde dieser Prozess noch einige Tage dauern. Nach Expertenschätzungen werde dieser Shutdown zwischen Ende dieser und Anfang nächster Woche Geschichte sein. Nichtsdestotrotz würde das Übergangsbudget nur bis 30. Januar gültig sein. Das Eintreten eines weiteren Shutdowns nach der Feiertagszeit im neuen Jahr sei somit nicht gänzlich auszuschließen. Für die US-Wirtschaft wäre ein weiterer wochenlanger Shutdown fatal. Viele Bürger würden von Gehaltsscheck zu Gehaltsscheck leben und wochenlang nicht bezahlt zu werden bzw. keine sozialen Hilfen wie Lebensmittelmarken zu erhalten, habe bereits nach kurzer Zeit fast zu nachhaltigen Verwerfungen geführt. Die starke Konsumorientierung der amerikanischen Wirtschaft verstärke diesen Aspekt zusätzlich. In den nächsten Wochen würden, die bisher durch den Shutdown aufgehaltenen US-Behördendaten, erwartet. Erste Schätzungen würden von einer deutlichen Schwächung des Arbeitsmarktes ausgehen. Gestern habe sich der neue FED-Gouverneur Miran wieder zu Wort gemeldet: Für die Dezember-Sitzung habe er eine Reduktion des Leitzinses um 0,5% und mindestens einen weiteren Zinsschritt in Höhe von
0,25% verlangt. Diese Diskussion werde mit Sicherheit in den nächsten Wochen in der US-Politik an Fahrt gewinnen. (11.11.2025/alc/a/a)