Erweiterte Funktionen
US-Rentenmarkt: Zweite Infektionswelle in den USA
09.07.20 09:30
Union Investment
Frankfurt (www.anleihencheck.de) - US-Staatsanleihen gerieten zu Monatsbeginn zunächst unter Abgabedruck, so die Experten von Union Investment.
Die Aussicht auf erhöhte Anleihevolumina im Rahmen der Hilfsprogramme, positivere Konjunkturaussichten und mögliche Inflationsrisiken, die hier und da angedacht worden seien, hätten für steigende Renditen gesorgt. Dabei seien vor allem die langen Laufzeiten etwas unter Druck geraten. Die Bewegung sei aber schnell wieder ausgepreist worden und US-Schatzanweisungen hätten von da an unter geringen Ausschlägen seitwärts gehandelt.
Die FED habe auf ihrer Sitzung keine Änderung bezüglich ihrer Leitzinsen beschlossen, werde aber weiterhin Wertpapiere erwerben, um die günstige Refinanzierungsbedingungen für Haushalte und Unternehmen zu erhalten. Im Hinblick auf das monatliche Ankaufvolumen habe sie dabei eine Untergrenze eingezogen, die in etwa dem aktuellen Ankaufvolumen entspreche.
Powell habe unterstrichen, dass die FED zudem bereitstünde, jederzeit zu reagieren und im Bedarfsfall alle Instrumente nutzen würde, um eine nachhaltige Erholung sicherzustellen. Entsprechend der verheerenden Auswirkungen der Corona-Pandemie sehe die FED deutliche wirtschaftliche Bremsspuren. Aufgrund der moderaten Inflationsentwicklung sowie der großen Unsicherheiten, mit denen der wirtschaftliche Ausblick verbunden sei, habe Powell somit die Möglichkeit von Zinserhöhungen in den nächsten Jahren weitestgehend ausgeschlossen.
Aber dabei sei es nicht geblieben. US-Notenbankchef Powell habe im Rahmen der halbjährlichen Anhörung vor dem US-Kongress noch einmal den Einsatz erhöht. So beabsichtige die FED, nunmehr auf direktem Wege Unternehmensanleihen anzukaufen und die Wirtschaft so mit Liquidität zu unterstützen. Bislang habe die Notenbank nur indirekt über börsengehandelte Fonds (ETFs) am Unternehmensanleihemarkt eingegriffen.
Zum Monatsende hin habe die Nachfrage nach US-Schatzanweisungen wieder etwas zugenommen, als in den bevölkerungsreichsten Bundesstaaten Kalifornien, Florida und Texas die Zahl der Neuinfektionen mit dem Corona-Virus auf ein Rekordhoch gestiegen sei. Auf Indexebene (JP Morgan Global Bond US-Index) hätten US-Staatsanleihen im Juni 0,1 Prozent hinzugewonnen. (Ausgabe vom 08.07.2020) (09.07.2020/alc/a/a)
Die Aussicht auf erhöhte Anleihevolumina im Rahmen der Hilfsprogramme, positivere Konjunkturaussichten und mögliche Inflationsrisiken, die hier und da angedacht worden seien, hätten für steigende Renditen gesorgt. Dabei seien vor allem die langen Laufzeiten etwas unter Druck geraten. Die Bewegung sei aber schnell wieder ausgepreist worden und US-Schatzanweisungen hätten von da an unter geringen Ausschlägen seitwärts gehandelt.
Powell habe unterstrichen, dass die FED zudem bereitstünde, jederzeit zu reagieren und im Bedarfsfall alle Instrumente nutzen würde, um eine nachhaltige Erholung sicherzustellen. Entsprechend der verheerenden Auswirkungen der Corona-Pandemie sehe die FED deutliche wirtschaftliche Bremsspuren. Aufgrund der moderaten Inflationsentwicklung sowie der großen Unsicherheiten, mit denen der wirtschaftliche Ausblick verbunden sei, habe Powell somit die Möglichkeit von Zinserhöhungen in den nächsten Jahren weitestgehend ausgeschlossen.
Aber dabei sei es nicht geblieben. US-Notenbankchef Powell habe im Rahmen der halbjährlichen Anhörung vor dem US-Kongress noch einmal den Einsatz erhöht. So beabsichtige die FED, nunmehr auf direktem Wege Unternehmensanleihen anzukaufen und die Wirtschaft so mit Liquidität zu unterstützen. Bislang habe die Notenbank nur indirekt über börsengehandelte Fonds (ETFs) am Unternehmensanleihemarkt eingegriffen.
Zum Monatsende hin habe die Nachfrage nach US-Schatzanweisungen wieder etwas zugenommen, als in den bevölkerungsreichsten Bundesstaaten Kalifornien, Florida und Texas die Zahl der Neuinfektionen mit dem Corona-Virus auf ein Rekordhoch gestiegen sei. Auf Indexebene (JP Morgan Global Bond US-Index) hätten US-Staatsanleihen im Juni 0,1 Prozent hinzugewonnen. (Ausgabe vom 08.07.2020) (09.07.2020/alc/a/a)


