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US-Renten: Wie problematisch ist für die FED ein Ausstieg aus QE?
27.03.13 09:42
fairesearch
Frankfurt (www.anleihencheck.de) - Die US-Notenbank steckt in einer Zwickmühle, so Dr. Eberhardt Unger von "fairesearch".
Ewig könne sie die Nullzinspolitik und die monatlichen Aufkäufe von USD 45 Mrd. Staatsanleihen (Treasuries) sowie USD 40 Mrd. Hypothekenpapiere (MBS) nicht fortsetzen. Dafür seien die Risiken zu groß und steigen von Monat zu Monat weiter an. Die Bilanzsumme der FED klettere in 2013 bereits von USD 3,1 Billionen auf über 4 Billionen. Wenn sie so fortfahre, würden es im Jahr 2016 USD 6 Billionen sein. Der Hinweis der Notenbank selbst, dass sie aus dem Programm der quantitativen Lockerungen jederzeit wieder aussteigen könne, werde immer unglaubwürdiger. Wer solle denn da die Neuverschuldung finanzieren? Bestände zu verkaufen, sei ohnehin unmöglich geworden. Bestände durch Tilgungen allmählich abzuschmelzen, sei ebenfalls unmöglich, denn wer solle sie refinanzieren.
Die FED sei inzwischen vor China und Japan größter Gläubiger. QE sei keineswegs so harmlos, wie es klinge und dargestellt werde. Die Finanzierung von Staatsausgaben mithilfe der Notenbank sei ein sicherer Weg ins Desaster.
Die Nullzinspolitik habe keine Konjunkturimpulse zu geben vermocht. Wenn sich jetzt die BIP-Wachstumsschwäche fortsetze, was sehr wahrscheinlich sei, würden die Märkte erkennen, dass auch die QE wirkungslos bleiben würden, und das Vertrauen in die FED-Politik werde noch weiter sinken. Nach Meinung des US-Forschungsinstituts Economic Cycle Research würden sich die USA bereits wieder in einer Rezession befinden. Das viele Geld aus QE fließe nicht in die Realwirtschaft, sondern in die Finanzmärkte und riskiere die nächste "Blase". Die 10-J Renditen seien auf historischem Tief nicht mehr marktkonform, sondern das Resultat der FED Politik durch QE. Wenn sich die Renditen nach oben in Bewegung setzen würden, drohe die nächste Finanzkrise. Das nächste Problem: In den USA würden noch USD 297,5 Billionen in Derivaten stecken.
Die Bewährungsprobe für die FED - der Ausstieg aus der ultra-expansiven Geldpolitik - stehe noch bevor. Er werde so schwierig, dass selbst ein Scheitern von Investoren in US-Staatsanleihen berücksichtigt werden müsse. Liquidität sei Trumpf! (27.03.2013/alc/a/a)
Ewig könne sie die Nullzinspolitik und die monatlichen Aufkäufe von USD 45 Mrd. Staatsanleihen (Treasuries) sowie USD 40 Mrd. Hypothekenpapiere (MBS) nicht fortsetzen. Dafür seien die Risiken zu groß und steigen von Monat zu Monat weiter an. Die Bilanzsumme der FED klettere in 2013 bereits von USD 3,1 Billionen auf über 4 Billionen. Wenn sie so fortfahre, würden es im Jahr 2016 USD 6 Billionen sein. Der Hinweis der Notenbank selbst, dass sie aus dem Programm der quantitativen Lockerungen jederzeit wieder aussteigen könne, werde immer unglaubwürdiger. Wer solle denn da die Neuverschuldung finanzieren? Bestände zu verkaufen, sei ohnehin unmöglich geworden. Bestände durch Tilgungen allmählich abzuschmelzen, sei ebenfalls unmöglich, denn wer solle sie refinanzieren.
Die Nullzinspolitik habe keine Konjunkturimpulse zu geben vermocht. Wenn sich jetzt die BIP-Wachstumsschwäche fortsetze, was sehr wahrscheinlich sei, würden die Märkte erkennen, dass auch die QE wirkungslos bleiben würden, und das Vertrauen in die FED-Politik werde noch weiter sinken. Nach Meinung des US-Forschungsinstituts Economic Cycle Research würden sich die USA bereits wieder in einer Rezession befinden. Das viele Geld aus QE fließe nicht in die Realwirtschaft, sondern in die Finanzmärkte und riskiere die nächste "Blase". Die 10-J Renditen seien auf historischem Tief nicht mehr marktkonform, sondern das Resultat der FED Politik durch QE. Wenn sich die Renditen nach oben in Bewegung setzen würden, drohe die nächste Finanzkrise. Das nächste Problem: In den USA würden noch USD 297,5 Billionen in Derivaten stecken.
Die Bewährungsprobe für die FED - der Ausstieg aus der ultra-expansiven Geldpolitik - stehe noch bevor. Er werde so schwierig, dass selbst ein Scheitern von Investoren in US-Staatsanleihen berücksichtigt werden müsse. Liquidität sei Trumpf! (27.03.2013/alc/a/a)


