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US-Renditen steigen weiter


14.04.21 10:30
Union Investment

Frankfurt (www.anleihencheck.de) - Am US-Rentenmarkt setzte sich der Renditeanstieg aus den Vormonaten fort, so die Experten von Union Investment.

In der Spitze hätten zehnjährige US-Schatzanweisungen kurzzeitig über 1,75 Prozent rentiert. Zur Monatsmitte habe es noch nach einer Konsolidierung ausgesehen, die Verschnaufpause habe jedoch nur kurz gewährte. Ein Großteil des Renditeanstiegs dürfte wohl einer höheren Risikoprämie von US-Staatsanleihen zuzuschreiben sein. Schließlich steige die Staatsverschuldung derzeit rasant an. An der zwischenzeitlichen Marktberuhigung habe die US-Notenbank Federal Reserve (FED) einen großen Anteil gehabt. Powell sei der Spagat zwischen lockerer Geldpolitik und positiven Wachstumsaussichten gelungen, ohne Befürchtungen eines zu frühen Rückzugs der FED bei ihren Ankäufen auszulösen. Der Trend zu leicht steigenden Renditen dürfte sich mit geringerer Dynamik fortsetzen. Schließlich hätten US-Staatsanleihen inzwischen ein Renditeniveau erreicht, dass für einige Investoren wieder interessant geworden sei. Gemessen am J.P. Morgan Global Bond US-Index hätten US-Staatsanleihen im März 1,3 Prozent an Wert verloren.

Nach zwei schwierigen Monaten, die mehrheitlich von Kursverlusten geprägt gewesen seien, sei es im März zunächst zu einer Beruhigung am Euro-Staatsanleihenmarkt gekommen. Einerseits habe die Virusmutation für einen schnellen Anstieg der Infektionszahlen gesorgt. Dies habe die Hoffnungen auf eine schnelle Öffnung der Wirtschaft zunichte gemacht. Anderseits hätten die Währungshüter beschlossen die täglichen Ankäufe im Rahmen des PEPP (Pandemic Emergency Purchase Programme) bis Ende Juni dieses Jahres deutlich auszuweiten. Zum Monatsende hin seien die Gewinne jedoch wieder fast vollständig verloren gegangen. Staatsanleihen aus den Peripherieländern seien stärker gesucht gewesen als Titel aus den Kernländern. Gemessen am iBoxx Euro Sovereigns-Index hätten Euro-Staatsanleihen im März einen leichten Zuwachs von 0,1 Prozent verbucht.

Europäische Unternehmensanleihen hätten sich etwas besser entwickelt und auf Indexebene (ICE BofA Euro-Corp.-Index, ER00) ein Plus von 0,2 Prozent verzeichnet. Steigende US-Renditen hätten auch auf Anleihen aus den Schwellenländern gelastet (J.P. Morgan EMBI Global Div. Index), die im März 1,0 Prozent verloren hätten. (Ausgabe vom 13.04.2021) (14.04.2021/alc/a/a)