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US-Notenbank stark unter Druck
02.09.19 11:30
National-Bank AG
Essen (www.anleihencheck.de) - Die jüngsten Ausführungen von FED-Chef Powell beleuchten den enormen Druck, unter dem die US-Notenbank derzeit steht: Selten zuvor war die Divergenz zwischen binnenwirtschaftlicher und außenwirtschaftlicher Indikation für die US-Geldpolitik so stark ausgeprägt, so die Analysten der National-Bank AG.
So habe Powell nicht die aggressive Lockerung in Aussicht gestellt, die von der Politik gefordert und von den Märkten erwartet werde. Zwar habe der FED-Chef auf die vielen Risiken für die Weltwirtschaft und auch für die US-Wirtschaft verwiesen. Gleichwohl habe er betont, dass der Ausblick für die Inflation und das Wachstum von den Zielen der FED nicht sehr weit entfernt sei. In der Tat liege der Kernpreistrend in den USA je nach Messkonzept zwischen 1,6% und 2,2% p.a. - und dies bei Rekordbeschäftigung. Was sollte bzw. werde die FED also tun? Sie werde sich weiter vorantasten. Vor dem Hintergrund des Rückgangs der marktimpliziten Inflationserwartungen auch in den USA gehen die Analysten der National-Bank AG davon aus, dass die US-Notenbank auf der kommenden Sitzung abermals die Zinssätze um 25 Basispunkte zurücknimmt. Sollte sich das globale Umfeld wie derzeit weiter eintrüben, dürfte ein weiterer Schritt dann immer wahrscheinlicher werden.
Blickt man auf die Äußerungen und Indikation aus dem Umfeld der EZB, scheinen diese im Vorfeld zur nächsten Sitzung im September noch recht heterogen, so die Analysten der National-Bank AG. Blicke man hingegen auf den Trend der letzten Jahre, sei die Geldpolitik der EZB immer expansiver geworden, wie eine Vielzahl von Studien zur Veränderung der geldpolitischen Reaktionsfunktion der EZB belegen würden. Dies gehe - wie an dieser Stelle bereits öfter ausgeführt - nach Einschätzung der Analysten auch maßgeblich auf die Fehlfunktion der Währungsunion zurück, die das Wachstum systematisch dämpfe. Die Tolerierung dieser Mängel sei eine politische Entscheidung, die auch von der deutschen Politik getragen werde. Erst recht unter Führung von Christine Lagarde dürfte sich dieser Kurs fortsetzen, wenn nicht noch intensivieren.
Vor diesem Hintergrund gehen die Analysten der National-Bank AG davon aus, dass die EZB auf der kommenden Sitzung im September eine abermals spürbare Lockerung vornehmen wird. Dabei würden grundsätzlich eine Vielzahl von Möglichkeiten in Betracht kommen, die von einer Senkung des Einlagezinses von -0,4% auf -0,6%, ergänzt durch die Einführung eines Staffelzinses, sowie eine Wiederaufnahme der Nettoanleihenkäufe reichen würden. Mit Blick auf die vorgenannten Entwicklungen würden die Analysten unsere Prognose auf Werte um -0,3% (Bloomberg-Konsensus: -0,32) auf Jahressicht senken. Sie würden ihre Projektion für die US-Renditen vor dem Hintergrund eines weiterhin ungelösten Handelskonfliktes und weiterhin großen geopolitischen Risiken in Verbindung mit dem spürbaren Rückgang der mittelfristigen marktimpliziten Inflationserwartungen abermals auf nunmehr 1,9% senken (Bloomberg-Konsensus: 2,14%).(Ausgabe vom 30.08.2019) (02.09.2019/alc/a/a)
So habe Powell nicht die aggressive Lockerung in Aussicht gestellt, die von der Politik gefordert und von den Märkten erwartet werde. Zwar habe der FED-Chef auf die vielen Risiken für die Weltwirtschaft und auch für die US-Wirtschaft verwiesen. Gleichwohl habe er betont, dass der Ausblick für die Inflation und das Wachstum von den Zielen der FED nicht sehr weit entfernt sei. In der Tat liege der Kernpreistrend in den USA je nach Messkonzept zwischen 1,6% und 2,2% p.a. - und dies bei Rekordbeschäftigung. Was sollte bzw. werde die FED also tun? Sie werde sich weiter vorantasten. Vor dem Hintergrund des Rückgangs der marktimpliziten Inflationserwartungen auch in den USA gehen die Analysten der National-Bank AG davon aus, dass die US-Notenbank auf der kommenden Sitzung abermals die Zinssätze um 25 Basispunkte zurücknimmt. Sollte sich das globale Umfeld wie derzeit weiter eintrüben, dürfte ein weiterer Schritt dann immer wahrscheinlicher werden.
Blickt man auf die Äußerungen und Indikation aus dem Umfeld der EZB, scheinen diese im Vorfeld zur nächsten Sitzung im September noch recht heterogen, so die Analysten der National-Bank AG. Blicke man hingegen auf den Trend der letzten Jahre, sei die Geldpolitik der EZB immer expansiver geworden, wie eine Vielzahl von Studien zur Veränderung der geldpolitischen Reaktionsfunktion der EZB belegen würden. Dies gehe - wie an dieser Stelle bereits öfter ausgeführt - nach Einschätzung der Analysten auch maßgeblich auf die Fehlfunktion der Währungsunion zurück, die das Wachstum systematisch dämpfe. Die Tolerierung dieser Mängel sei eine politische Entscheidung, die auch von der deutschen Politik getragen werde. Erst recht unter Führung von Christine Lagarde dürfte sich dieser Kurs fortsetzen, wenn nicht noch intensivieren.
Vor diesem Hintergrund gehen die Analysten der National-Bank AG davon aus, dass die EZB auf der kommenden Sitzung im September eine abermals spürbare Lockerung vornehmen wird. Dabei würden grundsätzlich eine Vielzahl von Möglichkeiten in Betracht kommen, die von einer Senkung des Einlagezinses von -0,4% auf -0,6%, ergänzt durch die Einführung eines Staffelzinses, sowie eine Wiederaufnahme der Nettoanleihenkäufe reichen würden. Mit Blick auf die vorgenannten Entwicklungen würden die Analysten unsere Prognose auf Werte um -0,3% (Bloomberg-Konsensus: -0,32) auf Jahressicht senken. Sie würden ihre Projektion für die US-Renditen vor dem Hintergrund eines weiterhin ungelösten Handelskonfliktes und weiterhin großen geopolitischen Risiken in Verbindung mit dem spürbaren Rückgang der mittelfristigen marktimpliziten Inflationserwartungen abermals auf nunmehr 1,9% senken (Bloomberg-Konsensus: 2,14%).(Ausgabe vom 30.08.2019) (02.09.2019/alc/a/a)


