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US-Notenbank: Wie hoch stehen die Chancen für eine Zinssenkung im September?
14.05.24 10:21
Raiffeisen Bank International AG
Wien (www.anleihencheck.de) - Aufgrund eines leeren Datenkalenders gab es gestern kaum nennenswerte Impulse an den europäischen Börsen, so die Analysten der Raiffeisen Bank International AG (RBI).
Der zuletzt rekordhungrige DAX habe daher am Montag eine Verschnaufpause eingelegt, bleibe aber in Sichtweite seines Rekordhochs vom Freitag. Die vergangene Handelswoche habe der deutsche Leitindex mit einem Plus von insgesamt 4,3% beendet - es sei die beste Woche seit November vergangenen Jahres gewesen. Auch im übrigen Europa hätten sich die Aktienkurse nur wenig bewegt. Mit Blick auf den Makrokalender erwarten uns heute aktuelle Veröffentlichungen zur europäischen Konjunktur, so die Analysten der RBI. Mit dem deutschen ZEW werde ein Frühindikator für den Monat Mai veröffentlicht. Dieser habe zuletzt ein positives Stimmungsbild hinsichtlich der Zukunftserwartungen gezeigt (April: 42,9 Punkte), während die Einschätzungen zur aktuellen Lage pessimistischer ausgefallen seien (April: -79,2). Die Analysten der RBI erwarten, dass beide Komponenten im Mai etwas zulegen könnten (Zukunftserwartungen: 47,5 Punkte, aktuelle Lage: -76,3 Punkte). Die Konjunkturerwartungen für die übrige Eurozone würden dabei ein ähnliches Bild zeigen.
Eine ähnliche Nachrichtenflaute sei auch jenseits des Atlantiks zu beobachten gewesen. Im weiteren Wochenverlauf würden die US-Inflationsdaten für die weitere geldpolitische Entwicklung entscheidend sein. Noch sei unklar, wann die US-Notenbank mit Zinssenkungen beginnen werde. Die Chancen für eine Zinssenkung im September stünden derzeit etwa 40 zu 60. Aktuell müssten die Anleger:innen jedoch noch viele Quartalszahlen von Unternehmen einordnen. Die Berichtssaison neige sich hier langsam dem Ende zu, über 90% der S&P-Unternehmen hätten bereits berichtet, knapp 80% davon hätten die Markterwartungen bei den ausgewiesenen Gewinnen übertreffen können. Mit Blick auf den Unternehmenskalender stehe vor allem in Europa noch eine Reihe von Unternehmensdaten an.
Der Referenzpreis für Rohöl der Sorte Brent sei gestern leicht auf über USD 83 gestiegen, was mit dem etwas schwächeren Dollar begründet werde. Der Einkauf von Rohöl sei damit für viele Akteure währungsbedingt günstiger geworden, was die Nachfrage geringfügig belebt habe. Ansonsten sei der Handel zu Wochenbeginn ruhig und ohne größere Impulse verlaufen. Die Ölpreise hätten in den letzten Wochen nachgegeben. Ein Großteil der Risikoaufschläge infolge des Gaza-Krieges sei mittlerweile wieder abgebaut. Der Goldpreis habe unterdessen um 1,1% auf USD 2.336 je Feinunze nachgegeben. Ganz anders sei der gestrige Handelstag für das "digitale" Gold, den Bitcoin verlaufen, der um 3,5% auf knapp unter 63.000 habe zulegen können.
Die asiatischen Börsen würden sich heute mehrheitlich im negativen Bereich zeigen. Die Spanne reiche dabei von einem aktuell leichten Plus beim südkoreanischen KOSPI bis hin zu leichten Abschlägen in China. (14.05.2024/alc/a/a)
Der zuletzt rekordhungrige DAX habe daher am Montag eine Verschnaufpause eingelegt, bleibe aber in Sichtweite seines Rekordhochs vom Freitag. Die vergangene Handelswoche habe der deutsche Leitindex mit einem Plus von insgesamt 4,3% beendet - es sei die beste Woche seit November vergangenen Jahres gewesen. Auch im übrigen Europa hätten sich die Aktienkurse nur wenig bewegt. Mit Blick auf den Makrokalender erwarten uns heute aktuelle Veröffentlichungen zur europäischen Konjunktur, so die Analysten der RBI. Mit dem deutschen ZEW werde ein Frühindikator für den Monat Mai veröffentlicht. Dieser habe zuletzt ein positives Stimmungsbild hinsichtlich der Zukunftserwartungen gezeigt (April: 42,9 Punkte), während die Einschätzungen zur aktuellen Lage pessimistischer ausgefallen seien (April: -79,2). Die Analysten der RBI erwarten, dass beide Komponenten im Mai etwas zulegen könnten (Zukunftserwartungen: 47,5 Punkte, aktuelle Lage: -76,3 Punkte). Die Konjunkturerwartungen für die übrige Eurozone würden dabei ein ähnliches Bild zeigen.
Der Referenzpreis für Rohöl der Sorte Brent sei gestern leicht auf über USD 83 gestiegen, was mit dem etwas schwächeren Dollar begründet werde. Der Einkauf von Rohöl sei damit für viele Akteure währungsbedingt günstiger geworden, was die Nachfrage geringfügig belebt habe. Ansonsten sei der Handel zu Wochenbeginn ruhig und ohne größere Impulse verlaufen. Die Ölpreise hätten in den letzten Wochen nachgegeben. Ein Großteil der Risikoaufschläge infolge des Gaza-Krieges sei mittlerweile wieder abgebaut. Der Goldpreis habe unterdessen um 1,1% auf USD 2.336 je Feinunze nachgegeben. Ganz anders sei der gestrige Handelstag für das "digitale" Gold, den Bitcoin verlaufen, der um 3,5% auf knapp unter 63.000 habe zulegen können.
Die asiatischen Börsen würden sich heute mehrheitlich im negativen Bereich zeigen. Die Spanne reiche dabei von einem aktuell leichten Plus beim südkoreanischen KOSPI bis hin zu leichten Abschlägen in China. (14.05.2024/alc/a/a)


