US-Inflationsrate wird erst einmal wieder deutlich sinken


31.10.17 09:45
Postbank Research

Bonn (www.anleihencheck.de) - Die US-Verbraucherpreise sind im September um 0,5% gegenüber dem Vormonat gestiegen, so Heinrich Bayer von Postbank Research.

Die Inflationsrate habe sich dadurch von 1,9% auf 2,2% erhöht. Das kräftige Plus sei insbesondere auf die Energiepreise zurückzuführen gewesen, die um satte 6,1% gegenüber dem Vormonat zugelegt hätten. Dies sei zwei Effekten geschuldet gewesen. Zum einen habe sich der Ölpreis im September deutlich erhöht. Zum anderen habe die hurrikanbedingte Angebotsverknappung einen kräftigen Preisanstieg bei Kraftstoffen zur Folge gehabt. Hingegen seien die Kernverbraucherpreise um lediglich 0,1% zum Vormonat gestiegen. Die Verzerrungen infolge der Hurrikans sprächen dafür, dass der Preisschub im September nur temporärer Natur sein dürfte. So hätten die Benzinpreise im Oktober schon wieder stark nachgegeben. Dies lasse erwarten, dass die Inflationsrate wieder spürbar unter die 2-Prozent-Marke rutsche.

An unserer Inflationsprognose für 2017 von 2,0% ändert sich durch die Preisniveauschwankungen der letzten Monate nichts, so die Analysten von Postbank Research. Auch die Prognose der Analysten, dass die Inflationsrate 2018 im Durchschnitt leicht auf 2,1% anziehe, bleibe unverändert. Sie würden insbesondere die extrem schwache Entwicklung der Kernverbraucherpreise im letzten Frühjahr für einen Ausreißer nach unten halten. Sofern unsere Annahme stimmt, dass diese jetzt ihren vorherigen Aufwärtstrend wieder aufnehmen, sollte die Kerninflationsrate im kommenden Frühjahr basisbedingt rasch auf Werte von 2% und darüber anziehen, so die Analysten von Postbank Research. (Perspektiven November 2017) (31.10.2017/alc/a/a)