Erweiterte Funktionen
US-Inflationsrate erhöht Wahrscheinlichkeit für FED-Zinsanhebung im Juni!
17.05.16 16:38
Nord LB
Hannover (www.anleihencheck.de) - Soeben veröffentlichte das Bureau of Labor Statistics aktuelle Daten zu den Veränderungen der Konsumentenpreise (CPI) in den USA, so die Analysten der Nord LB.
Die CPIs hätten im Berichtsmonat April um 0,4% zugelegt. Die Kernrate exklusive Nahrung und Energie habe einen Anstieg um 0,2% M/M verzeichnet. Während beim Gesamtindex die Jahresrate nun bei 1,1% liege und damit etwas angestiegen sei, habe die der Core Rate bei 2,1% stagniert. Für die Federal Reserve seien die Preiszahlen von Belang, da die Notenbank längerfristig gesehen eine Zielmarke von 2% anpeile.
Nachdem die US-Inflationsrate im Januar mit 1,4% erstmals seit 2014 wieder auf über 1% geklettert sei, sei sie im März zurückgefallen unter diese Marke und nun wieder darüber gesprungen. Diese als Zick-Zack-Kurs zu bezeichnende Entwicklung sei größtenteils dem volatilen Ölpreis geschuldet. Während der Preis des Schwarzen Goldes im Januar seinen Abwärtstrend fortgesetzt habe und auf bis unter 27 USD gefallen sei, sei er in den vergangenen Wochen wieder bis über 45 USD (WTI) gesprungen. Das treibe natürlich das gesamte Preisniveau wie eine Flut an der Nordsee allgemein wieder nach oben.
Gleichzeitig komme in der Jahresrate zusätzlich ein statistischer Basiseffekt zum Tragen, der quasi den Anstieg dort noch bremse: So würden technisch gesehen die Zuwächse vom Frühjahr 2015, als der Ölpreis von einer (zwischenzeitlichen) Stabilisierung bzw. Aufwärtsbewegung gekennzeichnet gewesen sei, nun sukzessive keine Berücksichtigung mehr finden. Trotz der derzeitigen monatlichen Zuwächse falle der Anstieg in der (Jahres-)Inflationsrate deswegen - noch - moderat aus.
Angesichts des absehbaren Wegfalls der monatlichen Zuwächse im 1. Halbjahr 2015 würden auch in den kommenden Monaten die Jahresraten so auf niedrigem Niveau bleiben - die Analysten würden mit einem erneuten Nachgeben auf unter 1% rechnen. Im Spätsommer werde dann aber ein rasanter Anstieg bis sogar wieder 2% folgen, der - auch für die Federal Reserve - nun bereits absehbar sei.
Eine hohe Relevanz habe auch die Core Rate: Die Kernrate exklusive Nahrung und Energie bleibe mit 2,1% auf einem relativ hohen Stand. Die unverändert solide Verfassung des Arbeitsmarkts lasse erahnen, dass der Lohndruck zunehmen werde. Insbesondere die Lohnentwicklung würden die Notenbanker bei der geldpolitischen Beurteilung im Auge behalten.
Geldpolitisch seien die CPI-Zahlen durchaus bedeutsam: Während die moderate Gesamtrate bei 1,1% als Begründung für ein Abwarten herhalten könnte, dürfte die Kernrate bei über 2% zu Unruhe bei einigen FOMC-Mitgliedern führen. Bemerkenswert: Die Zinsanhebung im Dezember sei bei einer damaligen CPI-Inflationsrate von 0,5% Y/Y (Kernrate bei 2,0%) vorgenommen worden !
Nach Meinung der Analysten komme die Federal Reserve zunehmend unter Druck. Die US-Einzelhandelsumsätze hätten bestätigt, dass der Konsum mehr als intakt sei. Die Stimmung unter Verbrauchern und Unternehmen bessere sich zudem. Nach Erachten der Analysten werde damit das Risiko für eine Zinsanhebung im Juni - von der die Analysten weiterhin ausgehen würden - von den Marktteilnehmern als zu gering eingeschätzt. Sollte der Juni-Termin für die Tauben im FOMC noch zu früh sein, könnten sich die Offiziellen im FOMC-Statement aber darauf einigen, im Juli (charmant: nach den Wahlen in UK und in Spanien) handeln zu wollen.
Während die Inflationsrate im April auf 1,1% leicht angestiegen sei, sei die Kernrate bei 2,1% auf erhöhtem Niveau geblieben. Aufgrund eines zunehmenden Lohndrucks dürfte letztere perspektivisch wohl auch dort bleiben. Die Analysten würden erwarten, dass der für die zweite Jahreshälfte absehbare Anstieg der Inflationsrate zu einem Handeln der Federal Reserve im Juni führen werde - spätestens aber im Juli. Sie werde nicht unnötig lange zögern wollen. (17.05.2016/alc/a/a)
Die CPIs hätten im Berichtsmonat April um 0,4% zugelegt. Die Kernrate exklusive Nahrung und Energie habe einen Anstieg um 0,2% M/M verzeichnet. Während beim Gesamtindex die Jahresrate nun bei 1,1% liege und damit etwas angestiegen sei, habe die der Core Rate bei 2,1% stagniert. Für die Federal Reserve seien die Preiszahlen von Belang, da die Notenbank längerfristig gesehen eine Zielmarke von 2% anpeile.
Nachdem die US-Inflationsrate im Januar mit 1,4% erstmals seit 2014 wieder auf über 1% geklettert sei, sei sie im März zurückgefallen unter diese Marke und nun wieder darüber gesprungen. Diese als Zick-Zack-Kurs zu bezeichnende Entwicklung sei größtenteils dem volatilen Ölpreis geschuldet. Während der Preis des Schwarzen Goldes im Januar seinen Abwärtstrend fortgesetzt habe und auf bis unter 27 USD gefallen sei, sei er in den vergangenen Wochen wieder bis über 45 USD (WTI) gesprungen. Das treibe natürlich das gesamte Preisniveau wie eine Flut an der Nordsee allgemein wieder nach oben.
Gleichzeitig komme in der Jahresrate zusätzlich ein statistischer Basiseffekt zum Tragen, der quasi den Anstieg dort noch bremse: So würden technisch gesehen die Zuwächse vom Frühjahr 2015, als der Ölpreis von einer (zwischenzeitlichen) Stabilisierung bzw. Aufwärtsbewegung gekennzeichnet gewesen sei, nun sukzessive keine Berücksichtigung mehr finden. Trotz der derzeitigen monatlichen Zuwächse falle der Anstieg in der (Jahres-)Inflationsrate deswegen - noch - moderat aus.
Eine hohe Relevanz habe auch die Core Rate: Die Kernrate exklusive Nahrung und Energie bleibe mit 2,1% auf einem relativ hohen Stand. Die unverändert solide Verfassung des Arbeitsmarkts lasse erahnen, dass der Lohndruck zunehmen werde. Insbesondere die Lohnentwicklung würden die Notenbanker bei der geldpolitischen Beurteilung im Auge behalten.
Geldpolitisch seien die CPI-Zahlen durchaus bedeutsam: Während die moderate Gesamtrate bei 1,1% als Begründung für ein Abwarten herhalten könnte, dürfte die Kernrate bei über 2% zu Unruhe bei einigen FOMC-Mitgliedern führen. Bemerkenswert: Die Zinsanhebung im Dezember sei bei einer damaligen CPI-Inflationsrate von 0,5% Y/Y (Kernrate bei 2,0%) vorgenommen worden !
Nach Meinung der Analysten komme die Federal Reserve zunehmend unter Druck. Die US-Einzelhandelsumsätze hätten bestätigt, dass der Konsum mehr als intakt sei. Die Stimmung unter Verbrauchern und Unternehmen bessere sich zudem. Nach Erachten der Analysten werde damit das Risiko für eine Zinsanhebung im Juni - von der die Analysten weiterhin ausgehen würden - von den Marktteilnehmern als zu gering eingeschätzt. Sollte der Juni-Termin für die Tauben im FOMC noch zu früh sein, könnten sich die Offiziellen im FOMC-Statement aber darauf einigen, im Juli (charmant: nach den Wahlen in UK und in Spanien) handeln zu wollen.
Während die Inflationsrate im April auf 1,1% leicht angestiegen sei, sei die Kernrate bei 2,1% auf erhöhtem Niveau geblieben. Aufgrund eines zunehmenden Lohndrucks dürfte letztere perspektivisch wohl auch dort bleiben. Die Analysten würden erwarten, dass der für die zweite Jahreshälfte absehbare Anstieg der Inflationsrate zu einem Handeln der Federal Reserve im Juni führen werde - spätestens aber im Juli. Sie werde nicht unnötig lange zögern wollen. (17.05.2016/alc/a/a)
Aktuelle Kursinformationen mehr >
| Kurs | Vortag | Veränderung | Datum/Zeit | |
| 2,70 % | 1,90 % | 0,80 % | +42,11% | 27.03./22:00 |
| ISIN | WKN | Jahreshoch | Jahrestief | |
| 2,70 % | 1,80 % | |||


