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US-Inflationsrate dürfte 2018 auf 2,3% anziehen
11.12.17 11:45
Postbank Research
Bonn (www.anleihencheck.de) - Ende letzten Jahres hatten wir uns im Rahmen unserer "Perspektiven 2017" einen zusätzlichen konjunkturellen Impuls durch die vom neuen US-Präsidenten avisierten Steuererleichterungen und Infrastrukturinvestitionen versprochen, so die Analysten von Postbank Research.
Ein Jahr später stünden diese immer noch aus, was die US-Wirtschaft nach einem schwierigen Jahr 2016 aber nicht davon abgehalten habe, wieder eine höhere konjunkturelle Dynamik mit einem BIP-Zuwachs um voraussichtlich 2,2% zum Vorjahr an den Tag zu legen. Wesentlicher Wachstumstreiber sei dabei wie in den Vorjahren der private Verbrauch gewesen, der seine Dynamik mit +2,6% gehalten haben sollte und dabei nicht zuletzt von der im Jahresverlauf erreichten Vollbeschäftigung am Arbeitsmarkt profitiert habe.
Während seitens des Staatskonsums voraussichtlich keine Impulse zu verbuchen gewesen seien, habe sich die Investitionstätigkeit mit einem Plus von schätzungsweise 3,7% wieder deutlich belebt. Dabei dürften die Ausrüstungsinvestitionen (+4,3%) neben der Aussicht auf eine Steuerreform insbesondere von - angesichts des gestiegenen Ölpreises - wieder höheren Investitionen im Energiesektor profitiert haben, während die Wohnbauaktivitäten nach zwei stärkeren Jahren wohl nur noch sehr moderat gewachsen seien. Schließlich sollte auch eine im Vorjahresvergleich geringere Belastung durch Außenhandel und Lagerinvestitionen die Wachstumsbeschleunigung in diesem Jahr unterstützt haben.
Nach zuletzt zwei starken Quartalen würden die Analysten trotz des anhaltend hohen Niveaus der Sentimentindikatoren mit einer etwas verhalteneren Aufwärtsbewegung im Winterhalbjahr rechnen. In dieser Zeit sollten aber zumindest die angekündigten Steuererleichterungen in Kraft treten, die dann mit der üblichen Verzögerung nachfolgend wieder für etwas mehr Schub sorgen könnten. Insgesamt dürfte sich die Struktur des US-BIP-Wachstums dabei im nächsten Jahr nicht wesentlich verändern. Privater Verbrauch und (Ausrüstungs-)Investitionen sollten die wesentlichen Wachstumstreiber bleiben.
Während die Analysten gleichzeitig mit etwas höheren staatlichen Ausgaben rechnen würden, dürfte sich der Aufwärtstrend bei den Exporten - auch aufgrund eines schwächeren Dollars - im kommenden Jahr weiter fortsetzen und insbesondere das Importwachstum übertreffen, wobei hieraus kein positiver Wachstumsbeitrag des Außenhandels resultieren sollte. Insgesamt würden die Analysten für 2018 mit einer leichten Beschleunigung des US-BIP-Wachstums auf 2,4% rechnen.
Die US-Inflationsrate sei in diesem Jahr aufgrund ölpreisbedingter Basiseffekte kräftig von 1,3% auf voraussichtlich 2,1% gestiegen. Angesichts der erreichten Vollbeschäftigung am Arbeitsmarkt würden die Analysten im kommenden Jahr mit einem zunehmenden Lohndruck rechnen, der sukzessive die Kernverbraucherpreise steigen lassen sollte. Die Inflationsrate dürfte im Jahresdurchschnitt 2018 weiter auf 2,3% anziehen. (Perspektiven 2018) (11.12.2017/alc/a/a)
Ein Jahr später stünden diese immer noch aus, was die US-Wirtschaft nach einem schwierigen Jahr 2016 aber nicht davon abgehalten habe, wieder eine höhere konjunkturelle Dynamik mit einem BIP-Zuwachs um voraussichtlich 2,2% zum Vorjahr an den Tag zu legen. Wesentlicher Wachstumstreiber sei dabei wie in den Vorjahren der private Verbrauch gewesen, der seine Dynamik mit +2,6% gehalten haben sollte und dabei nicht zuletzt von der im Jahresverlauf erreichten Vollbeschäftigung am Arbeitsmarkt profitiert habe.
Nach zuletzt zwei starken Quartalen würden die Analysten trotz des anhaltend hohen Niveaus der Sentimentindikatoren mit einer etwas verhalteneren Aufwärtsbewegung im Winterhalbjahr rechnen. In dieser Zeit sollten aber zumindest die angekündigten Steuererleichterungen in Kraft treten, die dann mit der üblichen Verzögerung nachfolgend wieder für etwas mehr Schub sorgen könnten. Insgesamt dürfte sich die Struktur des US-BIP-Wachstums dabei im nächsten Jahr nicht wesentlich verändern. Privater Verbrauch und (Ausrüstungs-)Investitionen sollten die wesentlichen Wachstumstreiber bleiben.
Während die Analysten gleichzeitig mit etwas höheren staatlichen Ausgaben rechnen würden, dürfte sich der Aufwärtstrend bei den Exporten - auch aufgrund eines schwächeren Dollars - im kommenden Jahr weiter fortsetzen und insbesondere das Importwachstum übertreffen, wobei hieraus kein positiver Wachstumsbeitrag des Außenhandels resultieren sollte. Insgesamt würden die Analysten für 2018 mit einer leichten Beschleunigung des US-BIP-Wachstums auf 2,4% rechnen.
Die US-Inflationsrate sei in diesem Jahr aufgrund ölpreisbedingter Basiseffekte kräftig von 1,3% auf voraussichtlich 2,1% gestiegen. Angesichts der erreichten Vollbeschäftigung am Arbeitsmarkt würden die Analysten im kommenden Jahr mit einem zunehmenden Lohndruck rechnen, der sukzessive die Kernverbraucherpreise steigen lassen sollte. Die Inflationsrate dürfte im Jahresdurchschnitt 2018 weiter auf 2,3% anziehen. (Perspektiven 2018) (11.12.2017/alc/a/a)
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| 2,70 % | 1,90 % | 0,80 % | +42,11% | 23.04./22:00 |
| ISIN | WKN | Jahreshoch | Jahrestief | |
| 2,70 % | 1,80 % | |||


