US-Inflationsdaten im Fokus: Kann der PCE-Index die Zinssenkungshoffnungen stützen?


27.06.25 09:23
Helaba

Frankfurt (www.anleihencheck.de) - Noch herrscht bei den FOMC-Mitgliedern die Devise vor, zu Zinssenkungen bestehe keine Eile, so die Analysten der Helaba.

Noch sei der Arbeitsmarkt als solide anzusehen, noch sei die Teuerung zu hoch, und noch bestehe erhebliche Unsicherheit wegen der Zollpolitik des US-Präsidenten. Nachdem die geopolitischen Risikofaktoren etwas in den Hintergrund getreten seien, dürften die Akteure vor diesem Hintergrund wieder verstärkt auf eingehende Konjunkturdaten achten.

Fraglich sei dabei, ob die heutigen Zahlen zu den privaten Konsumausgaben (PCE) in der Lage seien, die vorhandenen Zinssenkungserwartungen bezüglich der Fed zu untermauern oder sogar zu forcieren. So sei zwar nicht mit einem PCE-Plus gegenüber dem Vormonat zu rechnen, die Preisentwicklungen würden der Fed aber keinen Raum für ein schnelles Handeln geben. Die PCE-Deflatoren würden mit erhöhten Jahresraten erwartet. Dies gelte für den Gesamt-Deflator des privaten Konsums ebenso wie für den Kerndeflator, dessen Jahresrate auf 2,6% zulegen dürfte. Dies wäre noch immer höher als in der Vergangenheit als "stabiles Niveau" bezeichnet worden sei.

In der Eurozone seien die Blicke auf das Industrievertrauen gerichtet. Verbesserte Stimmungsindikatoren wie die Einkaufsmanagerindizes würden auf eine Aufhellung der konjunkturellen Perspektiven schließen lassen, was mit den Werten der EU-Umfrage untermauert werden sollte. Darüber hinaus seien die vorläufigen Verbraucherpreisindizes in Spanien und Frankreich zu beachten. Sie würden erste Indikationen für die Preisentwicklungen in der Eurozone liefern. Die Zahlen für Deutschland und die Eurozone stünden in der nächsten Woche an. (27.06.2025/alc/a/a)