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US-Inflations- und Zinserwartungen auf dem Rückzug
08.04.25 08:37
Helaba
Frankfurt (www.anleihencheck.de) - Die Finanzmärkte rund um den Globus sind in Aufruhr, so die Analysten der Helaba.
Seit Mittwochabend dominiere die Angst das Geschehen, dass das riesige Zollpaket der USA sowie Gegenreaktionen wie beispielsweise in China die Weltwirtschaft in Mitleidenschaft ziehen könnten. Das R-Wort mache die Runde. Auch ohne einen Abschwung seien Wohlstandsverluste programmiert, denn die internationale Arbeitsteilung stifte Nutzen - auch in Ländern, die mehr konsumieren als produzieren würden. Die inflationsdämpfenden Effekte, die die Finanzierungsbedingungen günstig halten würden, seien hierbei hervorzuheben. Eine Rückabwicklung dessen könne nicht die gleichen positiven Effekte haben. Insbesondere in den USA würden zunächst die Inflationsraten abseits der Ölprodukte nach oben geschoben, und dies sorge dafür, dass die FED in einer abwartenden Haltung verharre. Zumal die Arbeitsmarktlage bislang als gut ausgelastet zu bezeichnen sei und die Lohnsteigerungen weiterhin ansehnlich seien.
In den letzten Tagen hätten aber die marktbasierten Inflationserwartungen in den USA kräftig nachgegeben, und entgegen den Einschätzungen der meisten FOMC-Mitglieder hätten die Marktteilnehmer zuletzt die Wetten auf eine Reihe von Zinssenkungen der FED, spätestens ab Mitte des Jahres, deutlich erhöht. Inzwischen würden rund vier Zinssenkungen um je 25 Basispunkte eingepreist, und damit fast doppelt so viel, wie die FOMC-Mitglieder im Median ihrer "dot plots" signalisiert hätten. Dabei sei zu beachten, dass die letzten "dots" von den Notenbankern noch vor dem XXL-Zollpaket des US-Präsidenten gesetzt worden seien.
Die US-Inflationsdaten des Monats März würden noch in dieser Woche bekannt gegeben, die Zolleffekte würden sich jedoch erst in den Aprilzahlen und darüber hinaus niederschlagen. Heute sei das NFIB-Mittelstandsbarometer von Interesse. Die Euphorie, die nach der Wahl Donald Trumps aufgekommen sei, ebbe bereits ab, und dieser Prozess könnte sich beschleunigen. Neben den schwachen Verbraucherumfragen wäre dies ein weiteres Menetekel für die US-Politik. (08.04.2025/alc/a/a)
Seit Mittwochabend dominiere die Angst das Geschehen, dass das riesige Zollpaket der USA sowie Gegenreaktionen wie beispielsweise in China die Weltwirtschaft in Mitleidenschaft ziehen könnten. Das R-Wort mache die Runde. Auch ohne einen Abschwung seien Wohlstandsverluste programmiert, denn die internationale Arbeitsteilung stifte Nutzen - auch in Ländern, die mehr konsumieren als produzieren würden. Die inflationsdämpfenden Effekte, die die Finanzierungsbedingungen günstig halten würden, seien hierbei hervorzuheben. Eine Rückabwicklung dessen könne nicht die gleichen positiven Effekte haben. Insbesondere in den USA würden zunächst die Inflationsraten abseits der Ölprodukte nach oben geschoben, und dies sorge dafür, dass die FED in einer abwartenden Haltung verharre. Zumal die Arbeitsmarktlage bislang als gut ausgelastet zu bezeichnen sei und die Lohnsteigerungen weiterhin ansehnlich seien.
In den letzten Tagen hätten aber die marktbasierten Inflationserwartungen in den USA kräftig nachgegeben, und entgegen den Einschätzungen der meisten FOMC-Mitglieder hätten die Marktteilnehmer zuletzt die Wetten auf eine Reihe von Zinssenkungen der FED, spätestens ab Mitte des Jahres, deutlich erhöht. Inzwischen würden rund vier Zinssenkungen um je 25 Basispunkte eingepreist, und damit fast doppelt so viel, wie die FOMC-Mitglieder im Median ihrer "dot plots" signalisiert hätten. Dabei sei zu beachten, dass die letzten "dots" von den Notenbankern noch vor dem XXL-Zollpaket des US-Präsidenten gesetzt worden seien.
Die US-Inflationsdaten des Monats März würden noch in dieser Woche bekannt gegeben, die Zolleffekte würden sich jedoch erst in den Aprilzahlen und darüber hinaus niederschlagen. Heute sei das NFIB-Mittelstandsbarometer von Interesse. Die Euphorie, die nach der Wahl Donald Trumps aufgekommen sei, ebbe bereits ab, und dieser Prozess könnte sich beschleunigen. Neben den schwachen Verbraucherumfragen wäre dies ein weiteres Menetekel für die US-Politik. (08.04.2025/alc/a/a)
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| 2,70 % | 1,90 % | 0,80 % | +42,11% | 23.04./22:00 |
| ISIN | WKN | Jahreshoch | Jahrestief | |
| 2,70 % | 1,80 % | |||


