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US-Inflation zieht auf 2,2% an - FED wartet aber weiter auf Anstieg der Kernrate!
13.12.17 16:36
Nord LB
Hannover (www.anleihencheck.de) - Vor wenigen Minuten wurden vom Bureau of Labor Statistics aktuelle Zahlen zu den Konsumentenpreisen (CPI) in den USA bekanntgegeben, so die Analysten der Nord LB.
Demnach sei es im November zu einem recht deutlichen Anstieg um 0,4% M/M gekommen. Die Jahresrate habe auf 2,2% angezogen. Die Konsumentenpreise exklusive Nahrung und Energie hätten dagegen ein Plus von nur 0,1% M/M verzeichnet - hierbei sei die Jahresrate sogar auf 1,7% zurückgegangen. Insofern ein etwas gegensätzliches Bild!
Die Gesamtrate sei wie erwartet ausgefallen. Sie weise zuletzt einen regelrechten Zick-Zack-Kurs auf: Nach dem deutlichen Anstieg im September, der zu einem großen Teil noch den Effekten aus den Wirbelstürmen geschuldet gewesen sei, sei es im Oktober zu einem nur moderaten Plus von 0,1% M/M und zuletzt im November wieder zu einer dynamischeren Entwicklung gekommen. Damit springe die Inflationsrate wieder über die wichtige Marke von 2% Y/Y.
Die Inflation dürfte absehbar auf einen etwas höheren Pfad einschwenken. So würden kurzfristig Basiseffekte in der Form wirken, dass starke Rückgange aus dem Vorjahr aus der Statistik herausfallen würden. Das gelte zwar noch nicht für den Januar-Wert, allerdings dann für das 1. Halbjahr 2018. Perspektivisch dürfte die Arbeitsmarktlage zu einem leicht zunehmenden Lohndruck führen.
Beim Blick auf die Details falle aber auf, dass insbesondere die energiepreisrelevanten Bereiche eine größere Preisbewegung nach oben aufgewiesen hätten. So hätten die Energiepreise um fast 4% M/M, die Transportkosten um fast 2% M/M angezogen. In vielen anderen Sektoren (insbesondere Gesundheit, Miete, PCs) könne allerdings weiterhin von einem nur sehr moderaten Preisauftrieb gesprochen werden, was dazu führe, dass die Inflationsrate exklusive Nahrung und Energie mit 1,7% weiterhin niedrig ausfalle. Genau diese sogenannte Kernrate könnte aber bei einigen Notenbankern zu einem Nachdenken führen - und perspektivisch zu einem Zögern der FED im 1. Quartal 2018.
Angesichts eines generell erfreulich positiven Konjunkturumfelds würden die Notenbanker aber heute Abend zunächst einmal einen weiteren Zinsschritt vornehmen. Das wäre keine Überraschung! Die große Frage aber sei, wie die geldpolitische Ausrichtung im Jahr 2018 aussehen werde. Nach Erachten der Analysten sollte mit zwei Zinsanhebungen gerechnet werden. Das weitere Vorgehen der Notenbank werde auch von der Umsetzung der Steuersenkungen und der neuen (hawkisheren) Zusammensetzung des FOMC-Gremiums abhängen.
Zwar sei die Inflationsrate mit gestiegenen 2,2% wie erwartet ausgefallen, doch der überraschende Rückgang der Kernrate bestimme aktuell die Bewegungen auf den Kapitalmärkten: Die Rendite zehnjähriger US-Treasuries sei nach der Datenveröffentlichung um 5 BP auf 2,37% gefallen. Von dem kurzen Zusammenlaufen des transatlantischen Zinsspreads habe der US-Dollar leichten Gegegenwind verspürt. Für den Greenback bestehe dennoch in 2018 gewisses Potenzial.
Der Anstieg der Inflationsrate auf 2,2% sei erwartet worden, der Rückgang der Kernrate exklusive Nahrung und Energie dagegen nicht. Insofern sei letzteres die Überraschung in der heutigen Datenveröffentlichung. Perspektivisch würden die Analysten ein weiteres Anziehen der Inflationsrate sehen. Aufgrund eines zunehmenden Lohndrucks sollte auch die Kernrate die wichtige Marke von 2% wieder anpeilen. Beides spreche dafür, dass die Federal Reserve ihren Pfad der Normalisierung der Zinspolitik fortsetzen könne, dabei allerdings behutsam vorgehen dürfte. Heute Abend werde jedenfalls eine weitere Zinsanhebung verkündet. In 2018 sollte von weiteren Zinsschritten ausgegangen werden. Die Analysten würden dabei zwei Zinsanhebungen erwarten. Vielleicht gebe es heute Abend Erhellendes vom FOMC im Statement, in den Projektionen und von Janet Yellen. (13.12.2017/alc/a/a)
Demnach sei es im November zu einem recht deutlichen Anstieg um 0,4% M/M gekommen. Die Jahresrate habe auf 2,2% angezogen. Die Konsumentenpreise exklusive Nahrung und Energie hätten dagegen ein Plus von nur 0,1% M/M verzeichnet - hierbei sei die Jahresrate sogar auf 1,7% zurückgegangen. Insofern ein etwas gegensätzliches Bild!
Die Gesamtrate sei wie erwartet ausgefallen. Sie weise zuletzt einen regelrechten Zick-Zack-Kurs auf: Nach dem deutlichen Anstieg im September, der zu einem großen Teil noch den Effekten aus den Wirbelstürmen geschuldet gewesen sei, sei es im Oktober zu einem nur moderaten Plus von 0,1% M/M und zuletzt im November wieder zu einer dynamischeren Entwicklung gekommen. Damit springe die Inflationsrate wieder über die wichtige Marke von 2% Y/Y.
Beim Blick auf die Details falle aber auf, dass insbesondere die energiepreisrelevanten Bereiche eine größere Preisbewegung nach oben aufgewiesen hätten. So hätten die Energiepreise um fast 4% M/M, die Transportkosten um fast 2% M/M angezogen. In vielen anderen Sektoren (insbesondere Gesundheit, Miete, PCs) könne allerdings weiterhin von einem nur sehr moderaten Preisauftrieb gesprochen werden, was dazu führe, dass die Inflationsrate exklusive Nahrung und Energie mit 1,7% weiterhin niedrig ausfalle. Genau diese sogenannte Kernrate könnte aber bei einigen Notenbankern zu einem Nachdenken führen - und perspektivisch zu einem Zögern der FED im 1. Quartal 2018.
Angesichts eines generell erfreulich positiven Konjunkturumfelds würden die Notenbanker aber heute Abend zunächst einmal einen weiteren Zinsschritt vornehmen. Das wäre keine Überraschung! Die große Frage aber sei, wie die geldpolitische Ausrichtung im Jahr 2018 aussehen werde. Nach Erachten der Analysten sollte mit zwei Zinsanhebungen gerechnet werden. Das weitere Vorgehen der Notenbank werde auch von der Umsetzung der Steuersenkungen und der neuen (hawkisheren) Zusammensetzung des FOMC-Gremiums abhängen.
Zwar sei die Inflationsrate mit gestiegenen 2,2% wie erwartet ausgefallen, doch der überraschende Rückgang der Kernrate bestimme aktuell die Bewegungen auf den Kapitalmärkten: Die Rendite zehnjähriger US-Treasuries sei nach der Datenveröffentlichung um 5 BP auf 2,37% gefallen. Von dem kurzen Zusammenlaufen des transatlantischen Zinsspreads habe der US-Dollar leichten Gegegenwind verspürt. Für den Greenback bestehe dennoch in 2018 gewisses Potenzial.
Der Anstieg der Inflationsrate auf 2,2% sei erwartet worden, der Rückgang der Kernrate exklusive Nahrung und Energie dagegen nicht. Insofern sei letzteres die Überraschung in der heutigen Datenveröffentlichung. Perspektivisch würden die Analysten ein weiteres Anziehen der Inflationsrate sehen. Aufgrund eines zunehmenden Lohndrucks sollte auch die Kernrate die wichtige Marke von 2% wieder anpeilen. Beides spreche dafür, dass die Federal Reserve ihren Pfad der Normalisierung der Zinspolitik fortsetzen könne, dabei allerdings behutsam vorgehen dürfte. Heute Abend werde jedenfalls eine weitere Zinsanhebung verkündet. In 2018 sollte von weiteren Zinsschritten ausgegangen werden. Die Analysten würden dabei zwei Zinsanhebungen erwarten. Vielleicht gebe es heute Abend Erhellendes vom FOMC im Statement, in den Projektionen und von Janet Yellen. (13.12.2017/alc/a/a)
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| 2,70 % | 1,90 % | 0,80 % | +42,11% | 23.04./22:00 |
| ISIN | WKN | Jahreshoch | Jahrestief | |
| 2,70 % | 1,80 % | |||


