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US-Inflation beschleunigt sich zunächst nicht
10.09.18 09:45
Helaba
Frankfurt (www.anleihencheck.de) - Konjunkturelle Indikatoren in den USA sind solide und das übergeordnete Wachstumsszenario erscheint intakt, so die Analysten der Helaba.
Es seien jedoch die preislichen Einflussfaktoren, die "ein Rätsel" darstellen würden, wie es New-York-FED-Präsident John Williams jüngst ausgedrückt habe. Die Lohndynamik, die bislang mitverantwortlich für die gemäßigte Inflationsentwicklung gewesen sei, sei zuletzt aber gestiegen. Im August hätten sich die Stundenlöhne zusammen mit robusten Arbeitsmarktkennzahlen (201 Tsd. neue Stellen und Arbeitslosenquote von 3,9%) erhöht. Der Zuwachs habe bei +0,4% VM und +2,9% VJ gelegen.
Vor diesem Hintergrund richte sich der Blick in der neuen Woche auf die eingehenden US-Preiszahlen. Den Auftakt würden die Erzeuger geben, gefolgt von den Verbraucher- und den Importpreisen. Die Vorgaben vonseiten des Öls und des Benzins seien gemäßigt. Auf der Ebene der Importpreise gebe es zudem dämpfende Effekte aufgrund der Dollaraufwertung der letzten Wochen und Monate. Damit ergebe sich ein ambivalentes Bild. Angesichts der robusten Konjunktur - vor allem die starken ISM-Indices seien zu nennen - würden Indikatoren, wie der Index des zugrundeliegenden Inflationsdrucks der New-York-FED, deutlich nach oben weisen.
Kurzfristig zeichne sich dagegen eine eher schwächere Inflationsdynamik ab. Das Konjunkturbild werde komplettiert von den Einzelhandelsumsätzen und der Industrieproduktion. Auch hier seien die Entwicklungen unterschiedlich. Während die Produktion ein kleines Plus aufweisen und damit die Konsensschätzung verfehlen könnte, seien robuste Einzelhandelsumsätze zu erwarten, obwohl die Benzinpreisentwicklung und die Pkw-Verkäufe keine zusätzlichen Impulse geliefert haben dürften. Die FED könnte daher gut beraten sein, den eingeschlagenen Kurs weiterer, aber gradueller Zinserhöhungen fortzusetzen.
Zinserhöhungen seien in der Eurozone noch Zukunftsmusik und die EZB werde die Geldpolitik bei der Ratssitzung am Donnerstag unverändert lassen. Zunächst stelle sich die Frage, ob die Phase einer nachlassenden wirtschaftlichen Dynamik anhalte. Die am Freitag veröffentlichten deutschen Produktions- und Exportzahlen hätten klar enttäuscht, während sich der jüngste ifo-Index massiv erholt habe.
Erste Hinweise auf die Stimmungslage im September würden heute das sentix-Investorenvertrauen und morgen die ZEW-Umfrage liefern. Leichte Verbesserungen würden erwartet. Insbesondere dürfte dies getrieben werden von der jeweiligen Erwartungskomponente, während die Analysten im Falle der Lageeinschätzungen zurückhaltend seien. Die sinkenden Auftragseingänge, die schwache Produktions- und Exporttätigkeit und nachgebende Aktiennotierungen würden für eine pessimistischere Einschätzung der aktuellen Lage sprechen. (10.09.2018/alc/a/a)
Es seien jedoch die preislichen Einflussfaktoren, die "ein Rätsel" darstellen würden, wie es New-York-FED-Präsident John Williams jüngst ausgedrückt habe. Die Lohndynamik, die bislang mitverantwortlich für die gemäßigte Inflationsentwicklung gewesen sei, sei zuletzt aber gestiegen. Im August hätten sich die Stundenlöhne zusammen mit robusten Arbeitsmarktkennzahlen (201 Tsd. neue Stellen und Arbeitslosenquote von 3,9%) erhöht. Der Zuwachs habe bei +0,4% VM und +2,9% VJ gelegen.
Kurzfristig zeichne sich dagegen eine eher schwächere Inflationsdynamik ab. Das Konjunkturbild werde komplettiert von den Einzelhandelsumsätzen und der Industrieproduktion. Auch hier seien die Entwicklungen unterschiedlich. Während die Produktion ein kleines Plus aufweisen und damit die Konsensschätzung verfehlen könnte, seien robuste Einzelhandelsumsätze zu erwarten, obwohl die Benzinpreisentwicklung und die Pkw-Verkäufe keine zusätzlichen Impulse geliefert haben dürften. Die FED könnte daher gut beraten sein, den eingeschlagenen Kurs weiterer, aber gradueller Zinserhöhungen fortzusetzen.
Zinserhöhungen seien in der Eurozone noch Zukunftsmusik und die EZB werde die Geldpolitik bei der Ratssitzung am Donnerstag unverändert lassen. Zunächst stelle sich die Frage, ob die Phase einer nachlassenden wirtschaftlichen Dynamik anhalte. Die am Freitag veröffentlichten deutschen Produktions- und Exportzahlen hätten klar enttäuscht, während sich der jüngste ifo-Index massiv erholt habe.
Erste Hinweise auf die Stimmungslage im September würden heute das sentix-Investorenvertrauen und morgen die ZEW-Umfrage liefern. Leichte Verbesserungen würden erwartet. Insbesondere dürfte dies getrieben werden von der jeweiligen Erwartungskomponente, während die Analysten im Falle der Lageeinschätzungen zurückhaltend seien. Die sinkenden Auftragseingänge, die schwache Produktions- und Exporttätigkeit und nachgebende Aktiennotierungen würden für eine pessimistischere Einschätzung der aktuellen Lage sprechen. (10.09.2018/alc/a/a)
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| Kurs | Vortag | Veränderung | Datum/Zeit | |
| 2,70 % | 1,90 % | 0,80 % | +42,11% | 24.04./22:00 |
| ISIN | WKN | Jahreshoch | Jahrestief | |
| 2,70 % | 1,80 % | |||


