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US-Arbeitsmarktdaten im Fokus: Kommt der Zinsschritt im September?


01.09.25 09:35
Helaba

Frankfurt (www.anleihencheck.de) - Marktteilnehmer rechnen mehrheitlich damit, dass die US-Notenbank in diesem Monat das Leitzinsband senken wird, so die Analysten der Helaba.

Fed-Chef Powell sei offen für einen solchen Schritt, eine Vorfestlegung gebe es aber nicht. Entscheidend dürfte neben den kommenden Inflationszahlen der Arbeitsmarktbericht sein. Dieser stehe am Freitag zur Veröffentlichung an. Eine wichtige Indikation gebe es am Donnerstag mit dem ADP-Report. Laut US-Präsident Trump würden die kommenden Arbeitsmarktzahlen "durch die Decke" gehen. Hinweise dafür gebe es vonseiten der wöchentlichen Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe aber nicht, wenngleich diese mit einem halbwegs soliden Beschäftigungsaufbau vereinbar seien. Die Analysten würden ein Stellenplus im Bereich von 75 Tsd. für möglich halten, was einer Zinssenkung wohl nicht entgegenstehen dürfte. Wichtig mit Blick auf die Zinserwartungen seien auch die anstehenden Stimmungsindikatoren, namentlich die ISM-Indizes des Verarbeitenden Gewerbes (Dienstag) und des Dienstleistungssektors (Donnerstag). Im Vormonat hätten die Zahlen mit erneuten Rückgängen enttäuscht. Im August würden regionale Fed-Umfragen zumindest auf stabile Werte schließen lassen, sodass die Konjunktursorgen von dieser Seite wohl nicht größer würden.

Diesseits des Atlantiks bleibe es datenseitig ruhig. Hervorzuheben sei einzig die Schnellschätzung der EWU-Teuerung (Dienstag). Da aber die nationalen Inflationszahlen in Deutschland, Frankreich, Italien und Spanien bereits bekannt seien, dürfte es kaum Marktreaktionen geben. Insgesamt sei der Preisdruck als mäßig zu bezeichnen und die Inflation liege dicht an der Zielgröße der EZB. Daher gebe es für die Währungshüter keinen Grund, die Geldpolitik zu verändern. Zuletzt habe es vonseiten der EZB auch Hinweise gegeben, dass eine abwartende Haltung eine gute Strategie sei. (01.09.2025/alc/a/a)